Drei Jahre lang Vorbereitung

1000 Jahre Ober- und Niederorke: Festauftakt mit viel Humor

+
1000 Jahre Orke: (Foto oben, von links) Mit Landrat Dr. Reinhard Kubat, dem Orker Jubiläums-Chef Rainer Groß, den Ortsvorstehern Karsten Kalhöfer und Uwe Ziegler und dazwischen Bürgermeister Matthias Stappert sowie Landtagsabgeordneter Claudia Ravensburg und Staatssekretär Mark Weinmeister feierten viele Gästen am Freitagabend den Auftakt des Jubiläumswochenendes.

Orke. Den Orkern ist es ins Gesicht geschrieben: So richtig können sie es nicht glauben, dass der große Tag gekommen ist. Drei Jahre lang haben sie vorbereitet und geschuftet.

Am Freitagabend ist die kleine Kirche in Oberorke voll, draußen laufen die letzten Vorbereitungen für den Abend im Weindorf.

„Jetzt und an diesem Punkt steht schon fest, dass wir nicht nur für diese drei Tage gearbeitet haben“, sagt Niederorkes Ortsvorsteher Karsten Kalhöfer später, „sondern wir haben viel für unsere Gemeinschaft erreicht. Wir sind zusammengewachsen.“ 1000 Jahre Orke lässt die alten Grenzen verschwinden.

Mit einem bewegenden und humorvollen Abend eröffnen die Gastgeber ihr Festwochenende. Lara Pohlmann (9) und Julian Kalhöfer (12) moderieren so locker, fröhlich und frech, dass die Besucher auch nach mehr als zwei Stunden keine Müdigkeitserscheinungen zeigen - auch dank der Musiker der A-Capella-Gruppe „Die roten Fliegen.“

„1000 Jahre haben wir auf diesen Moment gewartet“, verkündet der junge Moderator zu Beginn und bittet Rainer Groß, Vorsitzender des Jubiläums-Vereins „Wir im Orketal“, auf die Bühne. Der bedankt sich für die große Unterstützung der Nachbarn und vor allem der vielen Menschen in Nieder- und Oberorke: „Dieses Miteinander wird weiterleben“, ist auch er sich sicher. Julian Kalhöfer fühlt noch schnell den aufgeregten Puls des Vorsitzenden, dann bitten er und Lara Pohlmann nacheinander all die Ehrengäste auf die Bühne, die zum Festauftakt gekommen sind.

Vorneweg begrüßen die Ortsvorsteher die Besucher: „Ganz schön lebhaft unsere beiden beschaulichen Orke- Dörfer“, stellt Uwe Ziegler aus Oberorke zufrieden fest. Und Kalhöfer erinnert an die Konstruktion des Modells „Orke 1000“. „Das war damals, als würden sich BWM und Mercedes an einen Tisch setzen und gemeinsam ein Modell entwickeln“, erinnerte er an die erste Zusammenarbeit der beiden Dörfer, „nur dass alle Mitarbeiter ehrenamtlich arbeiten.“

Dekanin Petra Hegmann gratuliert dann ebenso wie die französischen Freunde aus Mouchard. Landrat Dr. Reinhard Kubat stellt fest, dass es den Menschen in Orke wohl noch nie so gut gegangen sei wie heute. „70 Jahre im Frieden, das hat noch keiner vor Ihnen erlebt“, erinnert er.

Bürgermeister Matthias Stappert erinnert an das Leben der Menschen in Orke 1016: „Mit dem Blick zurück finden wir auch Zuversicht für die Zukunft“, stellt der Schirmherr des Jubiläums fest. Was eigentlich die Aufgabe so eines Schirmherrn sei, fragt Julian Kalhöfer dann, schließlich scheine doch die Sonne. „Na, die habe ich frühzeitig bestellt“, sagt Stappert.

Schlagfertig präsentiert sich auch Staatssekretär Mark Weinmeister: „Hier in Orke kann man nicht zufällig vorbeikommen“, sagt er, „wer hier ist, der will auch hier sein.“ Das beweist auch die berührende Orke-Hymne aus der Feder von Karsten Kalhöfer, die am Ende des bewegenden Festakts Jubelstürme auslöst.

Von Theresa Demski

Eine Seite vom stehenden Festzug am Sonntag finden Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.