Die Vorfreude auf das Fest „1000 Jahre Orke“ wächst

Arbeitseinsatz: Das Jubiläumswochenende in den Orkedörfern wirft seine Schatten voraus. Foto: Demski

Niederorke. Mit Handschuhen in den Fingern trifft Waltraud Koch am Dorfplatz ein. „Was gibt’s heute zu tun?“, fragt sie. Die Antwort von Ortsvorsteher Karsten Kalhöfer folgt prompt, und die Orkerin macht sich auf den Weg zum Heckenschneiden. Jugendliche treffen mit dem Trecker ein, Karl Krümmelbein mit Benzin für den Rasenmäher.

Mittwochabend in Niederorke. „Seit einiger Zeit ist das unser fester Treffpunkt in der Woche“, erklärt Karsten Kalhöfer, „dann erledigen wir, was noch zu erledigen ist.“ In zwei Wochen laden die Orker zum großen Jubiläumswochenende ein – und erwarten Hunderte Gäste. Bis dahin sollen alle Zäune gestrichen, alle Wiesen gemäht, alle Blumen gepflanzt sein.

Mehr als 20 Orker packen an diesem Tag schließlich mit an. Im Dorf brummt es. „Manchmal unterstützen wir Leute auf ihren Höfen, manchmal widmen wir uns den öffentlichen Plätzen“, sagt Kalhöfer. Dazu gehört auch der neu geschaffene Dorfplatz. Den haben die Orker mit großer Unterstützung des Garten- und Landschaftsbaubetriebs Stolle aus Sachsenberg in einen schmucken Treffpunkt verwandelt.

„An der Orke haben wir gleichzeitig einen kleinen Rundweg geschaffen“, erzählt Michaela Grebe. Hier sollen Besucher am großen Festsonntag einen idyllischen Platz zum Luftholen und Innehalten jenseits des Festtrubels finden. „Wir haben die Natur belassen, einen schmalen Weg gemäht und Sitzgelegenheiten am Wasser geschaffen“, erzählt die Orkerin.

Überall in den beiden Orten sind die Spuren des großen Festwochenendes bereits sichtbar – dazu gehören auch die bronzenen Schilder mit den Hausnamen. Dafür sucht Roswitha Schöneweiß gerade einen Platz an der Hauswand. Andere Schilder haben ihre Stelle bereits gefunden. „Dem Bürgermeister gefiel das Schild so gut, dass er für sein Haus in Vöhl gleich auch eins bestellt hat“, erzählt Kalhöfer. So wirkt das Jubiläum längst über die Grenzen der Orte hinaus.

Nach zwei Stunden ist an diesem Tag fürs erste alles geschafft, und die fleißigen Helfer treffen sich am Dorfgemeinschaftshaus. Eine gesellige Runde. „So haben wir schon jetzt dank des Jubiläums viele schöne Stunden miteinander verbracht“, sagt Kalhöfer. Und an diesem Mittwoch geht es weiter.

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Von Theresa Demski

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