Tourismus-Chef wirbt für Olympische Winterspiele in Winterberg und Willingen

Hoch hinaus: Wenn es nach Winterbergs Tourismusdirektor ginge, springen Sportler wie Stephan Leyhe (hier beim Weltcup 2016 in Willingen) daheim vor Olympia-Publikum. Archivbild: Artur Worobiow

Willingen/Winterberg. Mit dem Vorschlag, die Olympischen Winterspiele 2026 oder 2030 unter anderem nach Winterberg und Willingen zu holen, hat der Winterberger Tourismusdirektor Michael Beckmann Aufsehen erregt.

Das Land Nordrhein-Westfalen solle sich um die Ausrichtung bewerben, hat er Ministerpräsidentin Hannelore Kraft geschrieben. Die Mühlenkopfschanze in Willingen soll für die Skisprung-Wettbewerbe dienen –wegen des gemeinsamen Olympia-Stützpunktes sei das naheliegend. Die Alpin-Wettbewerbe müssten nach Bayern oder Österreich ausgelagert werden. „Im Detail muss noch geprüft werden, was in NRW möglich ist“, erklärt Michael Beckmann auf Nachfrage dieser Zeitung.

Auch ein adäquates Biathlon-Stadium gebe es noch nicht: „Aber fast alles andere ist schon vorhanden. Darum wären die Investitionen vergleichsweise gering.“

Die Idee sei kein reiner Marketing-Gag, den Gedanken an Winterspiele in NRW gebe es schon seit Jahren. Auch wenn viel zu organisieren sei, wären es „nachhaltige Spiele“, befindet Michael Beckmann: Es müssten nicht an einem Ort Sportanlagen errichtet werden; mehrere Städte und Gemeinden profitierten, ohne dass Etat und Bevölkerung übermäßig belastet würden.

„Es gibt aber noch viel ,Wenn und Aber‘“, räumt der Tourismusdirektor ein: Es müsse geklärt werden, ob die Bevölkerung die Spiele wolle, die Landesregierung dafür zu gewinnen sei und das Internationale Olympische Komitee den ungewöhnlichen dezentralen Austragungsmodus unterstütze.

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Von Wilhelm Figge

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