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Kommentar zu Aussagen von Lübcke: Luft wird dünner

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Von: Peter Ketteritzsch

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Lohfelden. Bei der Bürgerversammlung in Lohfelden hat sich Regierungspräsident Walter Lübcke nach einer Provokation zu einer umstrittenen Äußerung hinreißen lassen. Das hätte nicht passieren dürfen, meint HNA-Redakteur Peter Ketteritzsch.

Die fieberhafte Suche nach Unterkünften, Gewaltausbrüche im Zeltlager Calden und die Tatsache, dass die Stimmung angesichts des Zustroms von Flüchtlingen zu kippen droht: Das alles ist an Regierungspräsident Walter Lübcke nicht spurlos vorübergegangen. Das wurde bei der Infoveranstaltung in Lohfelden überdeutlich. Der CDU-Politiker stellte all jenen, die mit der Flüchtlingspolitik seiner Kanzlerin nicht einverstanden sind, frei, das Land zu verlassen. Spätestens als er vom Publikum dafür ausgebuht wurde, dürfte Lübcke gemerkt haben, was er mit seiner Aussage angerichtet hat: Er hat Menschen, die sich angesichts des Flüchtlingsproblems ernsthaft Sorgen um die Zukunft unseres Landes machen, pauschal verunglimpft.

Selbst wenn der Aussage Provokationen und Zwischenrufe vorausgingen: Ein Polit-Profi, als der sich Lübcke ja versteht, darf sich nicht zu derartigen Äußerungen hinreißen lassen. In Wiesbaden wird man nun ganz genau verfolgen, was der Statthalter der Regierung in Nordhessen treibt. Die Luft für Lübcke wird dünner.

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