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Kommentar zu Reservisten: Zerrbild vermeiden

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Der Vorwurf ist hart. Ein Reservist aus Nieste soll sich nach Recherchen des Hessischen Rundfunks 2008 um die Aufnahme in die rechtsextreme NPD beworben haben. Die Marschgruppe reagiert empört. Ein Kommentar von HNA-Redakteuer Peter Ketteritzsch.

Eines muss klar sein: In der Armee eines demokratischen Staates haben politische Extremisten nichts verloren. Schließlich ist es die Aufgabe der Bundeswehr, die im Grundgesetz verbrieften Menschen- und Grundrechte zu verteidigen - jene Rechte, die von Neonazis mit Füßen getreten werden.

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Was aber auch klar sein muss: Die Reservisten der Bundeswehr dürfen wegen der Vorwürfe gegen Michael L. aus Nieste nicht pauschal in die rechte Ecke gestellt werden. Schießwütige Tarnanzugträger, die am Wochenende durch den Wald robben und anschließend saufen - dieses Zerrbild hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Tatsächlich engagieren sich Reservisten auf vielfältige Weise für die Gesellschaft - so wie es Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr, der Rettungsorganisationen und des Technischen Hilfswerks auch tun. Dafür gebührt ihnen Respekt.

In ihrem eigenen Interesse müssen die Kameradschaften allerdings konsequent gegen schwarze Schafe in ihren Reihen vorgehen.

Von Peter Ketteritzsch

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