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Sanierung des Mönchshauses in Mönchehof geht in die zweite Phase

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Eingerüstet: In diesem Frühjahr nahmen Mitglieder des Fördervereins die Arbeiten am Mönchshaus wieder auf, das komplett saniert werden muss. © Archivfoto: Habich / nh

Espenau. Der Frühjahrsputz im Mönchshaus, dem ältesten Gebäude Mönchehofs, hat begonnen. Nur dass es hier nicht um Fensterputzen, sondern um die Komplettsanierung geht.

Im vergangenen Jahr war das marode Dach erneuert worden, um das Gebäude, das auf die Zeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert datiert ist, erst einmal winterfest zu machen. Jetzt geht es um die Instandsetzung der Fassade und Lehmarbeiten im Inneren, erläuterte Peter Reuting vom Förderverein Denkmalpflege Mönchshaus. Der hat sich zum Ziel gesetzt, das Gebäude, das seit mehr als 25 Jahren vor sich hingammelt, zu retten.

Fassade wird verputzt

Zurzeit werden die Zwischenräume verfugt, die durch die Auswechslung vieler maroder Balken am Dachstuhl zwischen den neuen Balken im Dachstuhl entstanden sind.

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Der nächste Schritt wird laut Reuting die Instandsetzung des Mauergefüges der Fassade sein. Dabei werden lockere Steine neu gesetzt. Auch die Umfassung der Fenster mit den größeren Steinquadern wird erneuert. Dafür wird ein Steinmetz geholt. Schließlich soll die Fassade neu verputzt werden. Welche Technik dafür verwendet wird, ist noch nicht endgültig entschieden.

Angedacht ist, den Verputz so aufzubringen, dass die Steinstruktur noch durchscheint. Auch was für ein Farbaufstrich es am Ende geben wird, muss noch geklärt werden. Ebenfalls noch für das Frühjahr sind im Inneren des Mönchshauses erste Lehmarbeiten geplant. Alle diese Arbeiten werden ehrenamtlich von den Vereinsmitgliedern erledigt - mit Ausnahme des Steinmetzes, der 13 000 Euro kosten wird.

Denkmalpflege gibt Geld

Der Rettungsanker für das Mönchshaus war Anfang 2010 ausgeworfen worden: Da bewilligte die Espenauer Gemeindevertretung auf Antrag der Grünen Liste Espenau 20 000 Euro für die Bestandssicherung des Gebäudes. Unter dieser Voraussetzung beteiligten sich auch das Landesamt für Denkmalpflege mit 40 000 Euro an den Kosten und der Landkreis mit 10 000 Euro. Nach der Sanierung soll das historische Gebäude in Mönchehof gewerblich genutzt werden.

Von Stefan Wewetzer

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