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Schlamm wird getrocknet

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Abwassermeister Kay Humbs zeigt den Trocknungsprozess: Im ersten Glas (von links) befindet sich der Faulschlamm, er wird mit dem Flockungshilfsmittel (2. Glas) zusammengeführt. Zurück bleibt das entzogene Wasser (3. Glas) und der entwässerte Klärschlamm (4. Glas.  Fotos: Büntig
Abwassermeister Kay Humbs zeigt den Trocknungsprozess: Im ersten Glas (von links) befindet sich der Faulschlamm, er wird mit dem Flockungshilfsmittel (2. Glas) zusammengeführt. Zurück bleibt das entzogene Wasser (3. Glas) und der entwässerte Klärschlamm (4. Glas. Fotos: Büntig

Fuldabrück. Seit mehr als 30 Jahren reinigt die Gemeinde Fuldabrück das Abwasser der Gemeinde im Klärwerk Fuldabrück (Buchenwiese). Im Laufe der vergangenen Jahre wurden circa 2,5 Mio. Euro investiert, um die Anlage zu optimieren und an die sich ändernden Anforderungen und Verhältnisse anzupassen.

Eine moderne Anlage zur Schlammentwässerung wurde Anfang des Jahres für 300 000 Euro angeschafft und kürzlich in Betrieb genommen. Die Aufgabe des sogenannten Dekanters besteht darin, den anfallenden Klärschlamm zu entwässern und so den Anteil an Trockensubstanz zu erhöhen. Durch einen geringeren Wasseranteil reduziert sich die Masse der verbleibenden Substanz, die Kosten für den Abtransport sinken.

Durch die Investition wurde der Anteil an Trockensubstanz von bisher 19 Prozent auf 25 bis 30 Prozent gesteigert. „Der Trockenrückstand hat sich dadurch von einem matschigen Schlamm zu einer körnigen Substanz verändert“, berichtet Abwassermeister Kay Humbs. Damit entfällt auch die Notwendigkeit, zusätzlich Kalk zuzuführen – der das Gewicht der zu entsorgenden Trockensubstanz zusätzlich erhöhte.

Insgesamt ist die Anlage deutlich effizienter, die Betriebsstunden werden von 1000 auf 500 bis 600 pro Jahr und die verbleibende Trockenmasse von 220 Tonnen auf 170 Tonnen pro Jahr reduziert.

Bürgermeister Dieter Lengemann (SPD) ist es ein Anliegen, die Bürger auch über die in die Kläranlage getätigten Investitionen zu informieren. „Eine Kläranlage ist kein Gesprächsthema und wird von der Bevölkerung kaum wahr genommen. Auch der Aufwand, der dahinter steht, um das Abwasser in einem hochkomplexen Prozess zu reinigen, ist in der Regel nicht bekannt“, sagt der Rathauschef, und verweist auf die qualifizierten Fachkräfte, die die Anlage permanent überwachen und für einen reibungslosen Ablauf sorgen. (pfb)

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