B 3: Baustelle an Grenze von Kassel und Fuldatal geräumt

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    • 15.08.13
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Wände schützen vor Lärm – Kosten: 1,1 Millionen Euro

B 3: Baustelle an Grenze von Kassel und Fuldatal geräumt

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Fuldatal. Nur noch wenige Restarbeiten mussten am Donnerstag Sven Reckerkamm, Polier der Firma beck-bau aus Eschwege, und seine Kollegen erledigen. Am Abend verließen sie die Baustelle an der B 3 im Grenzbereich von Kassel und Fuldatal.

Fertig: Wände sollen den Lärm der B 3 von den Anwohnern fernhalten. Hier der Blick auf das Bauwerk aus transparenten Elementen von der Kreuzung Stockbreite in Richtung Kassel. Gestern wurden die letzten Absperrungen abgeräumt. Fotos: Schräer

© Fotos: Schräer

Fertig: Wände sollen den Lärm der B 3 von den Anwohnern fernhalten. Hier der Blick auf das Bauwerk aus transparenten Elementen von der Kreuzung Stockbreite in Richtung Kassel. Gestern wurden die letzten Absperrungen abgeräumt.

Bis auf wenige Alu-Kassetten, die laut Reckermann Anfang kommender Woche noch zwischen die Stahlpfosten gesetzt werden müssen, ist der Lärmschutz auf der östlichen Seite von Ihringshäuser und Veckerhagener Straße errichtet. Insgesamt 1,1 Millionen Euro werden investiert. Die Kosten trägt der Bund.

Mit den Arbeiten endeten auch die Verkehrsbehinderungen im Bereich der Kreuzung Stockbreite. Alle Fahrbahnen Richtung Norden stehen wieder zur Verfügung, die Behelfsampeln wurden abgeschaltet.

Kaum zu sehen: Nur von diesem Platz vor dem Gartenhaus aus blickt Ruth Knobel auf einen Teil der Lärmschutzwand.Kaum zu sehen: Nur von diesem Platz vor dem Gartenhaus aus blickt Ruth Knobel auf einen Teil der Lärmschutzwand.

Der Lärmschutz östlich der Bundesstraße besteht aus vier Wänden, die zum Teil versetzt zueinander errichtet wurden. Die mittleren haben transparente Elemente, die äußeren im Süden und Norden bestehen aus sichtgeschützten Alu-Kassetten mit einer Höhe von bis zu 3,50 Metern.

Donnerstag setzte Polier Reckermann mit dem Radlader noch insgesamt 22 Blumenkübel aus „Betonstein in Sandsteinoptik“ vor die nördliche Wand an der Veckerhagener Straße. Diese Kübel sollen noch bepflanzt werden.

Es sei „alles nach Plan verlaufen“, meint der Polier. Auch die Anlieger seien zufrieden. Dies bestätigt Ruth Knobel, deren Grundstück an der Einmündung der Herderstraße in die Veckerhagener Straße liegt und somit direkt an der Ampelkreuzung. Die 79-Jährige hatte sich entschieden für den Bau der Lärmschutzwand eingesetzt.

„Den fließenden Verkehr über die Bundesstraße hatten wir ja schon immer“, räumt die Hausbesitzerin ein. Aber die ständig abbremsenden und anfahrenden Laster und Busse durch die Ampelkreuzung seien das Problem. Jetzt sei es in ihrem Garten deutlich leiser. Auf der Terrasse könne man sich auch wieder unterhalten. Und von der Alu-Wand sieht sie so gut wie nichts. Denn nur die Hecke direkt an der Straße musste weg, die hohen und dichten Bäume und Büsche davor blieben stehen. Ruth Knobel: „Ich bin sehr zufrieden.“

Hintergrund: Vier Wände nach Anwohner-Protest

Blumenkübel: Insgesamt 22 Stück aus Betonstein kommen vor die Alu-Elemente der nördlichen Lärmschutzwand entlang der Veckerhagener Straße.Blumenkübel: Insgesamt 22 Stück aus Betonstein kommen vor die Alu-Elemente der nördlichen Lärmschutzwand entlang der Veckerhagener Straße.

Mit dem Bau der Umgehungsstraße von Ihringshausen, über die seit Ende 2003 der Verkehr rollt, wurde auf der Westseite der B 3 südlich der Kreuzung Stockbreite eine Lärmschutzwand errichtet. Nicht aber auf der östlichen Seite der Straße. Dagegen protestierten die dortigen Anwohner, die über gestiegenen Verkehrslärm klagten. Im Sommer 2006 lenkte die Straßenbehörde Hessen Hessen Mobil ein.

Zunächst sollte der Baubeginn im Sommer 2011 sein. Dieser verzögerte sich auch wegen Abstimmungsproblemen mit Anwohnern. In diesem Jahr, Ende Februar, rollten die Baumaschinen an.

Der neue Lärmschutz besteht aus vier Wänden mit einer Gesamtlänge von 298 Metern aus Alu- und durchsichtigen Kunststoff-Elementen.

Von Michael Schräer

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