Auszeichnung am 8. Dezember in Berlin

Ausbildung bei Solupharm: Felix Barufke gehört zu Deutschlands besten Azubis

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Freut sich über die Auszeichnung: Felix Barufke ist Deutschlands bester Auszubildender zur Produktionsfachkraft Chemie. Absolviert hat er seine Ausbildung bei der Melsunger Firma Solupharm, wo er auch jetzt noch tätig ist.

Adelshausen. Wenn der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am 8. Dezember in Berlin die besten Auszubildenden Deutschlands auszeichnet, wird auch Felix Barufke  dabei sein. Der Rotenburger hat seine Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie bei Solupharm in Adelshausen absolviert.

Dabei hat er richtig gut abgeschnitten. Für seine guten Noten hat er viele Auszeichnungen bekommen, zuletzt wurde er als Hessens bester Auszubildender in seinem Fachbereich geehrt. „Aber Bundesbester - das hätte ich mir nicht erträumt“, sagt er. Der 21-Jährige hat sich bundesweit gegen 356 junge Frauen und Männer durchgesetzt, die in diesem Jahr ihre Ausbildung zur Produktionsfachkraft Chemie abgeschlossen haben.

Zu verdanken habe er diesen Erfolg auch seinem Ausbilder Stefan Becker und der Firma Solupharm, betont Barufke. „Ich habe sehr viel Unterstützung bekommen - mir wurden zum Beispiel Materialien und Bücher kostenlos zur Verfügung gestellt.“

Friedemann Seitz, Geschäftsführer von Solupharm, ist stolz auf das gute Ergebnis seines Auszubildenden. „Das ehrt nicht nur ihn, sondern auch uns als ausbildenden Betrieb“, sagt er. „Man freut sich ungemein, wenn man so eine Perle hebt.“

Die Firma Solupharm stellt für Auftraggeber wie Hexal und Ratiopharm Arzneimittel her und füllt diese in sterile Behältnisse ab. Als Produktionsfachkraft Chemie kann Felix Barufke zum Beispiel das Abfüllen und Verpacken von Medikamenten begleiten und kleinere technische Wartungsarbeiten vornehmen.

Verantwortungsvolle Tätigkeit

„Der Beruf ist abwechslungsreich“, sagt Barufke, der in seiner Freizeit gern kocht und Sport treibt. „Und man muss sehr sauber arbeiten, das liegt mir.“

Sauberes Arbeiten ist auch dort wichtig, wo der 21-Jährige derzeit tätig ist - in der Einwaage. Das heißt, Barufke muss die richtigen Rohstoffe in den richtigen Mengen für die Herstellung der Arzneimittel dosieren. Die Rezepturen müssen dabei ganz genau befolgt werden, was viel Konzentration erfordert.

„Das ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit“, sagt Geschäftsführer Seitz. „Es gibt sehr teure Rohstoffe, von denen ein Gramm 60 000 Euro kosten kann - da darf man nicht mit zitternder Hand einwiegen.“ Hinzu kommt, dass die Rohstoffe nicht mit Keimen verunreinigt werden dürfen.

Mit der Auszeichnung als bester Auszubildender ist auch ein Stipendium in Höhe von 6000 Euro verbunden. Damit will sich Felix Barufke weiterbilden: „Mein Ziel ist jetzt, Industriemeister für Pharmazie zu werden.“

Von Judith Féaux de Lacroix

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