Edeka-Pläne in Gensungen liegen vorerst auf Eis: Warten auf Gutachten

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Kühnels Hof in Gensungen: Auf diesem Grundstück möchte Inhaber Dirk Stieglitz mit seinem Edeka-Markt umziehen und dabei die Verkaufsfläche deutlich vergrößern.

Felsberg. Ein neuer, größerer Edeka-Markt in Gensungen - darauf warten die Bewohner des Felsberger Stadtteils schon lange. Und das Warten geht erst einmal weiter, denn die Pläne liegen derzeit auf Eis.

Wann sollte der Markt ursprünglich eröffnen? 

Eigentlich sollte der neue Edeka-Markt in Gensungen schon zu Ostern 2016 eröffnen. Das jedenfalls hatte der Architekt Wilmar Rüttger im September 2014 im Gespräch mit der HNA angekündigt. Doch daraus wird nun definitiv nichts. Dirk Stieglitz, Inhaber des Gensunger Edekas, bezweifelt sogar, dass der neue Markt überhaupt noch in diesem Jahr fertig wird.

Warum verzögert sich die Eröffnung? 

Das Regierungspräsidium hat ein Einzelhandelsgutachten angefordert. Das soll feststellen, ob durch eine Vergrößerung der Verkaufsflächen im Felsberger Stadtgebiet Lebensmittelmärkte in Nachbarkommunen benachteiligt würden. „Wir müssen jetzt erstmal das Ergebnis des Gutachtens abwarten“, sagt Stieglitz, „solange können wir nichts machen.“

Wann wird das Ergebnis des Gutachtens erwartet? 

Laut Bürgermeister Volker Steinmetz hat die Stadt das Gutachten in Auftrag gegeben. „Wir rechnen Ende Februar mit dem Ergebnis.“ 5335 Euro kostet die Erstellung des Gutachtens. Die Stadt übernimmt nach Angaben von Steinmetz zehn Prozent dieser Kosten, den Rest müssten die Investoren übernehmen. Neben Edeka wären das auch Rewe und Aldi, die ihrerseits Erweiterungspläne in Felsberg haben. Auch diese Vorhaben werden mit dem Gutachten auf den Prüfstand gestellt.

Was wäre, wenn das Gutachten ergibt, dass durch die Edeka-Erweiterung Märkte in Nachbarkommunen benachteiligt werden?

Dann könnte die Planung für den neuen Edeka-Markt in Gensungen so nicht umgesetzt werden. „Dieses Negativ-Szenario ist nicht ganz auszuschließen“, räumt Bürgermeister Steinmetz ein. Möglicherweise könnte man dann aber darüber sprechen, ob der neue Edeka-Markt etwas kleiner gebaut werden könnte als geplant.

Das wiederum wäre aus Sicht von Markt-Inhaber Stieglitz aber keine echte Alternative. „Um wettbewerbsfähig zu sein, braucht man schon eine gewisse Fläche“, sagt er. „Deshalb wollen wir ja überhaupt eine Erweiterung.“ Geplant ist derzeit eine Verkaufsfläche von etwa 1500 bis 2000 Quadratmetern, auf der Lebensmittel- und Getränkemarkt untergebracht werden sollen.

Passiert nun erst einmal gar nichts in Sachen Edeka-Markt? 

Doch. In der Stadtverordnetenversammlung am heutigen Donnerstag, 28. Januar steht das Thema auf der Tagesordnung. Das Parlament soll über den Bebauungsplanentwurf für den Edeka-Markt sowie über einen städtebaulichen Vertrag mit Dirk Stieglitz beschließen. Wird der Bebauungsplanentwurf beschlossen, soll er danach vier Wochen lang öffentlich ausgelegt werden.

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