Einsatz in Niedervorschütz

Brand in alter Mühle in Felsberg: Große Schäden an Haus und Autos

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Dramatischer Einsatz in Felsberg an der Forstmühle.

Niedervorschütz. Zu einem Großbrand kam es in der Nacht zum Mittwoch an der Forstmühle im Felsberger Stadtteil Niedervorschütz. Eine Frau wurde verletzt.

Auf dem Hof vor dem großen Gebäude, in dem Wohnungen und eine ehemalige Gaststätte untergebracht sind, brannten zwei Autos lichterloh. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute hatte das Feuer schon vom brennenden VW Polo auf das Gebäude übergegriffen; die Flammen schlugen bereits aus dem Dach. Da die beiden brennenden Fahrzeuge etwa 15 Meter voneinander entfernt standen, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Die Höhe des entstandenen Schadens ist noch unklar. Im Einsatz waren 51 Feuerwehrleute, das DRK Felsberg mit 5 Helfern sowie der Rettungsdienst aus Gudensberg und der Notarzt aus Fritzlar. Verletzte gab es bei dem Brand nicht, allerdings wurde die Besitzerin morgens wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Am Morgen danach sieht man einen Teil der Schäden, die das Feuer in Niedervorschütz angerichtet hat.

Gegen 3.30 Uhr am Mittwoch hatte die 57-jährige Besitzerin der Forstmühle, einer ehemaligen Mühle mit Reiterhof und Gaststätte, verdächtige Geräusche gehört. Als sie nachschaute, sah sie, dass ihr Auto, das unter einem großen Dach geparkt war, lichterloh in Flammen stand. Sofort alarmierte sie die Feuerwehr und holte ihren Lebensgefährten. Der 61-Jährige aus Baunatal holte seinen Schlepper und zog den brennenden Polo unter dem Dach weg. Anschließend brachte er seine beiden Graupapageien mit der Voliere ins Freie. Die Wohnung konnten die beiden Bewohner wegen der starken Verrauchung nicht mehr betreten. Die Frau hatte sich nur mit dem Nachthemd bekleidet ins Freie retten können.

Mittlerweile waren auch die ersten Einsatzkräfte an der Brandstelle eingetroffen. Sofort wurden an mehreren Stellen Wasser entnommen. Stadtbrandinspektor Markus Semmler teilte die Einsatzstelle in mehrere Abschnitte auf. Mehrere Trupps bekämpften den immer weiter um sich greifenden Dachstuhlbrand erst von außen und dann auch von innen. Weitere Einsatzkräfte löschten die beiden Fahrzeuge.

Großbrand in Forstmühle in Niedervorschütz

Als Vorteil bei den Löscharbeiten erwies sich, dass die Ems direkt an der ehemaligen Mühle vorbeifließt. So war es möglich, an drei Stellen Löschwasser aus dem Bach zu entnehmen. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten die Angriffstrupps der Feuerwehr Atemschutzgeräte tragen. Insgesamt wurden 14 Atemschutzgeräteträger eingesetzt. Gegen 5 Uhr war der Brand soweit unter Kontrolle, dass die ersten Einsatzkräfte in ihre Unterkünfte zurückfahren konnten. Die Feuerwehr Niedervorschütz, die bei der Brandbekämpfung von ihren Kameraden aus der Kernstadt, aus Böddiger und Lohre unterstützt wurden, kontrollierten noch bis zum frühen Morgen die immer wieder aufflackernden Glutnester im Dachbereich. Bis zum Vormittag sollte eine Brandwache an der Einsatzstelle besehen bleiben.

Zuletzt aktualisiert um 09.10 Uhr.

Zeugen am Brandort vermuteten, dass, wäre die Feuerwehr nur fünf Minuten später gekommen, vermutlich der gesamte Gebäudekomplex abgebrannt wäre. Auch Kreisbrandinspektor Thorsten Hertel war nach Niedervorschütz gekommen, um sich ein Bild von den Löscharbeiten zu machen. Einsatzleiter Markus Semmler lobte das Verhalten der Einsatzkräfte.

Die Wohnung der Besitzerin war durch die Rauch- und Brandeinwirkungen nicht mehr bewohnbar. Sie fand allerdings anderweitig eine Unterkunft, wurde allerdings am frühen Morgen mit dem Verdacht auf Rauchgasvergiftung und Schock ins Krankenhaus gebracht.

Neben Beamten der Polizeistation Melsungen kam auch noch in der Nacht ein Brandursachenermittler der Kriminalpolizei an die Einsatzstelle und nahm die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache auf.

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