Sein Herz schlägt für Felsberg: Hans Poth bekam Bundesverdienstkreuz

Felsberg/Gensungen. Die Liebe und die Hingabe für seine Wahlheimat Felsberg, das zeichnet Hans Poth wohl am meisten aus.

Der gebürtige Darmstädter hat seit Beginn seiner Zeit in Felsberg kaum ein Amt auf kommunaler Ebene nicht innegehabt: Er war als Mitglied des Ortsbeirates, als Stadtverordneter und als Kreistagsabgeordneter tätig.

„Aus dem politischen und kulturellen Leben Felsbergs ist Hans Poth nicht wegzudenken“, sagte Staatssekretär Mark Weinmeister. Daher erhielt er nun für seine jahrelange Leistung für die Felsberger Gemeinschaft den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

„Hans Poth ist nicht nur gestandener Sozialdemokrat, er besitzt auch eine hohe soziale Kompetenz, die er immer wieder praktisch bewiesen hat“, sagte Landrat Winfried Becker.

Hans Poth

Bildung spielt für Poth eine große Rolle: „Ich habe selbst auf dem zweiten Bildungsweg mein Abitur nachgeholt, daher war mir der Erhalt der Gesamtschulen und der Volkshochschulen auf dem Land immer wichtig“, sagte Poth. So kämpfte der heute 74-Jährige auch für die Einführung des Faches Arbeitslehre an Schulen, mit dem er beispielsweise seine Praxiserfahrung als technischer Zeichner weitergeben konnte.

„Ich sehe die Ehrung als Anreiz, mich weiterhin den Ehrenämtern zu widmen.“

Doch nicht nur im Schuldienst, den er auch durch die Arbeit im Schulleitungsteam unterstützte, brachte er sein Wissen unter die Leute. „Brauchen wir irgendwelche Informationen über Felsberg und seine Geschichte, suchen wir längst nicht mehr im Internet, sondern fragen einfach Hans Poth“, sagte Bürgermeister Volker Steinmetz. Mit seinen Führungen auf der Felsburg und der Altenburg, seiner Arbeit im Geschichtsverein und als Kulturwart des Burgvereins, ist er jederzeit Ansprechpartner für Touristen und Interessierte. „Ich möchte die Bedeutung der Burgen wieder mehr ins Zentrum rücken, damit die Burgen wieder als Ort der Kommunikation gesehen werden“, sagte Poth. So setzt sich Poth auch für kulturelle Veranstaltungen auf den Burgen ein und gestaltet besonders den Kultursommer gern mit.

„Ich freue mich sehr über diese Ehrung und ich sehe das nicht als abschließenden Dank für meine Tätigkeiten, sondern vielmehr als Anreiz, mich weiterhin den Ehrenämtern zu widmen“, sagte Hans Poth. So plant er beispielsweise bereits neue Veranstaltungen auf der Felsburg und ein Gesamtwerk der Felsberger Geschichte herauszubringen. „Die Artikel sind bereits auf der Homepage des Burgenvereins online, aber ein bisschen Zeit braucht es ja auch, sie in Buchform zu veröffentlichen“, sagte Poth.

Rubriklistenbild: © picture alliance / ZB

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