Neuer Check für alte Halle: Statik ist Voraussetzung für Sanierung

Streitpunkt: Die kleine Turnhalle in Felsberg sorgt wieder für Unmut bei den Fraktionen. Die geplante Sanierung durch das Kommunale Investitionsprogramm ist zunächst gekippt. Neue Anträge müssen gestellt werden. Foto:  Thiery

Felsberg. Die alte Turnhalle in Felsberg soll nun gründlich auf ihren baulichen Zustand überprüft werden. Das ist das Ergebnis eines runden Tisches, der zur Hallensanierung tagte.

Die geplante Finanzierung durch das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) war abgelehnt worden. Die Sanierung der Halle ist aber dringend nötig. Die HNA berichtete.

Kreissportvorsitzender Ulrich Manthei hatte das Treffen angeregt. Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz, der Sportbeauftragte des Landkreises Jörg-Thomas Görl, ein Vertreter der Eintracht Felsberg sowie Wilfried Sommer vom Sportkreis trafen sich.

Fachmann vom Sportbund

Ein Fachmann des Landessportbundes soll sich nun das Gebäude genau anschauen und seine Meinung zum energetischen und baulichen Stand abgeben, sagte Ullrich Manthei. Das Problem sei die Statik.

Darüber gebe es keine Unterlagen, da die Halle 50 Jahre alt ist. Für die geplante Sanierung des Dachs seien sie aber dringend nötig. Eventuell müsse ein Statiker dann wiederum neue Pläne aufstellen.

Fördermöglichkeiten

Außerdem wurden weitere Fördermöglichkeiten zur Sanierung diskutiert. Über das Sportland Hessen könnten bis zu 100 000 Euro beantragt werden, sagte Manthei. Es sollen Gespräche mit dem hessischen Innen- und Umweltministerium geführt werden. Parallel dazu wolle die Stadt nochmals bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (Wi-Bank) nachhaken, ob eine Finanzierung über das Bundesprogramm (KIP) möglich ist. Steinmetz rechnet damit, dass der Antrag bei der Bank erneut mit Sicht auf die energetische Sanierung gestellt werden muss. Diese Frist läuft am 31. Dezember dieses Jahres ab.

Sportentwicklungsplan

Zeitgleich soll es einen Sportentwicklungsplan geben, woran sich auch der Kreis beteiligen werde. Jörg-Thomas Görl habe in der Runde gesagt, Studien hätten ergeben, der Trend beim Sport seien künftig kleinere Einheiten, weil immer mehr Menschen in kleineren, von Vereinen unabhängigen Gruppen, Sport treiben würden.

Kein Neubau

Zudem gebe es immer mehr Individualsport. Zwischenwände in einer großen Halle seien nicht ratsam, da es wegen des Lärms zu Konflikten zwischen den Sportlern kommen könnte.

Daher ist auch ein Neubau der Halle in Frage zu stellen. Derzeit gehe der Trend zur Sanierung. „Wenn man das vernünftig tut und die Statik in Ordnung sei, kann sie noch zwanzig Jahre halten“, schätzt Manthei.

Das sagt Volker Steinmetz

Volker Steinmetz sieht es als Bürgermeister als seine Pflicht, über Alternativen bei der Sanierung der alten Turnhalle in Felsberg nachzudenken.

Er war sehr verärgert über die Pressemitteilung der SPD zur Hallensanierung, bei der sie anmahnte, Steinmetz habe sich nach der Ablehnung der Wi- Bank mit seinem Vorschlag zu einem Abriss der beiden alten Hallen in Gensungen und Felsberg und einem Neubau in Felsberg über den Beschluss der Stadtverordneten hinweggesetzt. „Ich lasse mir das Denken nicht nehmen, nur weil es einen Beschluss im Parlament gibt.“

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