Seit 100 Jahren: Firma Spangropharm liefert Arzneimittel in Apotheken

Chef fährt selbst den Wagen: Reiner Dilchert, Geschäftsführer der Firma Spangropharm in Elbersdorf, positioniert den Lieferwagen selbst fürs Pressefoto. Links im Bild der Torpfeiler, eines der letzten Überbleibsel des ehemaligen Kreis-Gutshofs, auf dessen Gelände die Firma Spangropharm im Jahr 1946 gezogen ist. Fotos: Feser

Der Chef hat den Handel mit Arzneimitteln von der Pike auf gelernt: Vor 47 Jahren hat Reiner Dilchert in Elbersdorf eine Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann begonnen, seit 1993 ist er Geschäftsführer des Unternehmens Spangropharm.

Damit ist Dilchert der fast der dienstälteste Mitarbeiter - nur Telefonistin Gerlinde Sinning ist einige Monate länger beschäftigt. In diesem Jahr feiert das Unternehmen sein 100-jähriges Bestehen.

Schnelligkeit ist der wichtigste Faktor bei Spangropharm, denn die weißen Lieferwagen bringen Arzneimittel aus dem Großhandel in Elbersdorf in die ganze Region. Wie kann das Unternehmen noch schneller werden? „Auf der Straße kann man die Zeit nicht wieder reinholen“, sagt Geschäftsführer Dilchert, „das geht nur mit schnellerer Lagertechnik.“

Im Lager: von links Auszubildender Jan-Lucas Brede und die Kommissioniererinnen Claudia Sinning und Sonja Gathemann.

Drei riesige Lagerautomaten stehen in der Halle, jeder einzelne fasst 49 000 Packungen. Die werden bei Bestellung aufs Band geschossen und fallen dann in die grünen Transportbehälter. Bei aller Technik geht es nicht ohne Menschen: Die Kommissionierer kontrollieren die gepackten Kisten und die Bestellzettel, sortieren viele Medikamente von Hand ein und sorgen dafür, dass die Arzneimittel schnell in der Apotheke und damit beim Patienten sind.

„Hinter jeder Bestellung steht ein kranker Patient“, sagt Geschäftsführer Reiner Dilchert, „und dem wollen wir helfen.“ Er ist stolz darauf, dass ein Auftrag, der im Firmencomputer aufschlägt, nach 15 Minuten kommissioniert ist. Kommt die Bestellung bis 12 Uhr, fährt liegt bis 13 Uhr in der grünen Transportbox im weißen Lieferwagen und fährt vom Hof. „Bis spätestens 16 Uhr ist er in der Apotheke.“ Zeit ist Geld - und Gesundheit.

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