Sartorius produziert in Guxhagen für Europa, Amerika und Asien

Blick in die Produktionshalle: Dr. Thorsten Peuker (rechts) – hier mit Produktionsmitarbeiter Frank Schumann – ist Geschäftsführer der Sartorius Stedim Systems GmbH. Fotos: De Filippo

Guxhagen. Seit sich Sartorius Stedim Systems 2012 in Guxhagen angesiedelt hat, weht ein internationaler Wind durch die Fuldagemeinde.

Das Biotech-Unternehmen, das zum Göttinger Sartorius-Konzern gehört, produziert für Kunden in aller Welt Geräte zur Herstellung biopharmazeutischer Wirkstoffe.

„Außenstehende können sich unter dem Begriff Biotech nur wenig vorstellen“, weiß Dr. Thorsten Peuker, Geschäftsführer der Sartorius Stedim Systems GmbH. Dabei ist die Erklärung gar nicht mal so schwierig: Im Gegensatz zu chemisch produzierten Medikamenten werden Biopharmazeutika mithilfe von lebenden Zellen - beispielsweise Bakterien oder Pilzen - produziert. Die dafür notwendigen Prozesse sind allerdings anspruchsvoll und teuer.

Eine Möglichkeit, die Herstellungskosten zu senken, ist der Einsatz von Einweg-Artikeln, auf dessen Produktion sich Sartorius in den vergangenen Jahren immer mehr spezialisiert hat. „In der Vergangenheit bestanden Produktionsanlagen fast ausschließlich aus Edelstahl, was aber einen extremen Reinigungsaufwand mit sich brachte“, erklärt Thorsten Peuker. Zwar bestehen die Teile der Geräte, die Sartorius heute im Portfolio hat, noch immer aus diesem Material, das Zubehör - beispielsweise Kunststoffbeutel, Leitungen und Filter - wird jedoch nach der Herstellung eines Wirkstoffs einfach ausgetauscht.

260 Menschen sind am Sartorius-Standort in Guxhagen tätig. Nahezu die Hälfte davon sind Ingenieure. „Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf der Entwicklung kundenspezifischer Lösungen“, sagt Peuker.

Internationale Pharmaunternehmen geben Produktionsanlagen bei Sartorius in Auftrag, multikulturell geht es auf den Bürofluren zu: Telefonate werden weitgehend auf Englisch geführt, und oft sind Kooperationspartner aus aller Welt in Guxhagen zu Gast. „Um die Anlagen vor Ort in Betrieb zu nehmen, reisen unsere Mitarbeiter dann zu den jeweiligen Standorten“, sagt Dr. Thorsten Peuker. Die zentrale Lage habe eine große Rolle bei der Entscheidung für den Standort Guxhagen gespielt. „Unsere Kunden haben oft eine lange Anreise per Flugzeug oder Bahn hinter sich. Die Anbindung ist perfekt.“

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