200 Ideen für die Leader-Bewerbung: Ergebnisse der Workshops vorgestellt

Kreisteil Melsungen. Noch bis zum 1. September hat die Region Mittleres Fuldatal Zeit, sich um die Aufnahme in das Förderprogramm Leader zu bewerben. Rund zwei Millionen Euro Fördergeld könnten in die Region fließen, wenn die Bewerbung erfolgreich ist.

In den vergangenen Monaten haben sieben Workshops stattgefunden. Bei diesen Treffen sollten die Bewohner der sieben Kommunen im Altkreis Melsungen Ideen für mögliche Projekte sammeln, die mithilfe des Fördergelds umgesetzt werden könnten. Die Ergebnisse wurden am Freitag in Melsungen vorgestellt. Drei Handlungsfelder, sagt Regionalmanagerin Marion Karmann, hätten sich herauskristallisiert: 1. Örtliches Leben und Infrastruktur, 2. Regionale Wirtschaft, Energie und Umwelt sowie Bildung und 3. Tourismus, Naherholung und Kultur.

250 Menschen haben an den Workshops teilgenommen, 200 Projektideen seien dabei entstanden, sagt Karmann - "davon sind 40 schon relativ konkret." Da die Förderperiode aber bis 2020 dauere, könnten im Laufe der Zeit weitere Ideen hinzukommen, betont Karmann. Sie nennt einige Beispiele für Projekte, die große Chancen haben, verwirklicht zu werden:

- Die Regionen Schwalm-Aue, Knüll und Mittleres Fuldatal wollen gemeinsam das "Flinc-System" einführen, mit dem man über sein Smartphone in Echtzeit eine Mitfahrgelegenheit für kurze Distanzen organisieren kann.

- Die Kreishandwerkerschaft will Betrieben, deren Eigentümer bald in Rente gehen, bei der Suche nach einem Nachfolger helfen.

- Auf dem Wanderweg Ars Natura sollen in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel Info-Terminals aufgestellt werden die nicht nur Informationen liefern, sondern zugleich als Unterstand dienen.

- In Gebäuden des Kirchenkreises Melsungen sollen alte Glühlampen gegen energiesparende Varianten ausgetauscht werden.

Ob die Region ins Leader-Programm aufgenommen wird, entscheide sich voraussichtlich bis Ende des Jahres, kündigt Karmann an. Deutschlandweit bewerben sich 245 Regionen. Aber die Chancen für den Altkreis Melsungen stünden nicht schlecht, sagt Karmann. (jul)

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