400 Besucher kamen zur CCE-Gala nach Empfershausen

Ausflug auf die Reeperbahn: Die Gruppe B.A.D. (Best Dance Ager) bei ihrem Auftritt während der CCE-Gala. Foto: Wenderoth
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Ausflug auf die Reeperbahn: Die Gruppe B.A.D. (Best Dance Ager) bei ihrem Auftritt während der CCE-Gala.

Empfershausen. Tanz, Musik und Comedy boten die Verantwortlichen des Carnevalsclubs Empfershausen (CCE) um Sitzungspräsidentin Heike Schütz und Präsident Joachim Schütz bei der Gala am Samstagabend.

400 Gäste hatten sich in der Berglandhalle eingefunden, um mit den Empfershäusern Karneval zu feiern. Und gefeiert wurde richtig. Als gegen Mitternacht das offizielle Programm zu Ende war, wurde noch bis zum frühen Morgen zur Musik der Band Madison getanzt und geschunkelt.

Viele Karnevalsvereine unterstützten ihre Empfershäuser Kollegen. Auch Staatssekretär Mark Weinmeister und Bürgermeister Mario Gerhold machten dem närrischen Volk ihre Aufwartung. Das Publikum spendete viel Applaus und die Aktiven auf und hinter der Bühne wurden mit „Empfershausen Helau“ Rufen für ihre Leistungen belohnt.

Das Bühnenprogramm eröffnete die Multigarde. Dann kam der große Auftritt der Bambinis. Die Trainerinnen Sarah Muster, Nicole Grögler und Laura Freudenstein hatten mit den drei- bis sechsjährigen Kindern ein Stück unter dem Motto Pippi und die Seeräuber eingeübt. Anschließend wurde es bayrisch auf der Bühne. Die Urtypen der Frankershäuser Plattl Buben aus dem Berkatal im Werra-Meißner-Kreis zeigten, dass man auch in Nordhessen Schuhplatteln kann. Bei ihrem zweiten Auftritt flogen Hüte und Späne nur so umher. Genauso flog auch Funkenmariechen Jessica Jacob über die Bühne. Sie zeigte eine sehr gelungene Tanzvorführung.

Nicht fehlen durften auch die Stadtsoldaten mit ihrer Tänzerin Miriam. Dann schlüpfte Joachim Schütz von der Elferratsuniform in das Kostüm eines Sängers und rockte die Halle. Ein Höhepunkt war der Auftritt des Männerballetts. Mit ihrer Darstellung der Hinterhof-Jungs trafen sie ganz den Geschmack des Publikums.

Die Leistungen der Trainerinnen wurden besonders gewürdigt. Sie hatten dafür gesorgt, dass Tanzgruppen, Garden und Einzeltänzerinnen auftraten, die mit ihrem Können begeisterten. Hierzu zählten auch die Crazy Kids die bei ihrem Auftritt Ballett-Worker mit Street Dance zusammenkommen ließen, oder die Show-Tänze der B.A.D (Best Age Dancer). Sie entführten das Publikum auf die Reeperbahn entführte, wo mit Olivia Jones auf 20-Zentimeter-Absätzen hoher Besuch im doppelten Sinn auf der Bühne brillierte. Auch für die Tänzerinnen des Großen Funkencorps, die innerhalb von sechs Minuten alle Musikrichtungen von der Steinzeit bis zur Gegenwart unter dem Motto tanz dich durch die Zeit vortrugen, gab es donnernden Beifall. Sehr gekonnt auch der Tanz von Junioren Mariechen Leonie Knaust.

Die Besucher - einige waren zum ersten Mal bei den Narren des CCE - waren begeistert und werden im nächsten Jahr bestimmt wieder dabei sein.

Ehrung für Ralf Fehr:

Unter großem Beifall erhielt Ralf Fehr aus den Händen von Präsident Jürgen Möller den Verdienstorden der Interessengemeinschaft Karneval Nordhessen. Der IKN-Präsident lobte das Engagement von Fehr, der nicht nur als Tänzer auftritt, sondern auch hinter der Bühne, bei den Vorbereitungen und als Tanztrainer immer mit dabei ist. Fehr ist wohl auch der einzige männliche Tänzer, der auf 18-Zentimeter-Plateauschuhen laufen kann.

Darüber lachte Empfershausen:

Witziges aus der Bütt gab’s auch bei der Gala des CCE. Büttenredner Bernd Krell. Er kam von der anderen Seite der Fulda aus Wagenfurth und kannte sich in seiner Heimatgemeinde bestens aus. Staunässe im neuen Baugebiet, das langsame Internet sowie den nicht genutzten Lindenplatz nahm er humoristisch aufs Korn. Er kam zu dem Schluss, dass er doch besser in Wagenfurth bleibt und nicht in die Kerngemeinde umzieht. Eine Auswahl seiner besten Sprüche:

„Wer im Körler Baugebiet einen Bauplatz kauft, braucht auch ein Boot, denn die Staunässe kann man zu Fuß nicht überwinden."

„Ich habe bei unserem schnellen Internet eine Mail nach Wiesbaden geschickt. Zur Sicherheit auch noch eine Brieftaube losgelassen. Die Brieftaube war schneller. Aber Antwort vom Ministerium habe ich trotzdem noch nicht."

„Bei den Bumbum-Autos die unsere jungen Leute heute fahren, müsste man eine Dezibelgrenze einführen, damit sie das Martinshorn der Feuerwehr hören."

Mit Matthias Machwerk hatten sich die Narren vom CCE einen Künstler in die Berglandhalle geholt, der Kabarett, Comedy, Humor und Satire vom Feinsten vortrug. Seine Vergleiche von Männern und Frauen, die Auswirkungen vom Alkohol, sowie die Probleme und Sorgen der Rentner ließen die Lachmuskeln immer wieder erbeben. Mit diesen Gags brachte er das Publikum zum Lachen:

„Ich habe neulich einen Mann in Sauna gesehen, der einen String-Tanga trug. Es sah aus wie Pudding im Netz.“

„Männer lassen sich chinesische Schriftzeichen auf den Arm tätowieren. Aber ob dann dort steht: „Ich liebe Dich“, oder „Döner drei Euro fünfzig“ das wissen sich auch nicht.“

„Frauen sprechen, statistisch erwiesen, pro Tag 8000 Worte. Männer haben kaum so einen großen Wortschatz. Da ist es gut, wenn die Frau bei einem CallCenter arbeitet und abends, wenn sie nach Hause kommt, die Tagesration schon größtenteils verbraucht hat.“

„Bei Betriebsfeiern sollte man Alkohol verbieten, denn der Alkohol kann bewirken, dass aus einer GmbH ruckzuck ein Familienbetrieb wird.“

„In Brasilien wünschen sich die Frauen oft kleine Brüste und einen großen Hintern. Hier ist Wunsch oft nicht mehr nötig.“

Buntes Programm bei Karnevalsgala in Empfershausen

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