Hundefreunde Empfershausen gibt es seit 25 Jahren

Auf dem Platz: Ulrich Stiefel (von links), Monika Hey-Fahrenbach, Kathrin Sandner und der Vorsitzende Harald Siebert von den Hundefreunden. Fotos. C. Hartung

Empfershausen. Zweimal in der Woche sind auf dem Rasenplatz beim Feuerwehrhaus in Empfershausen die Hunde los. Dort trainieren die Hundefreunde Empfershausen mit ihren Vierbeinern.

Mittlerweile gibt es den Verein, dem sich Mitglieder aus dem ganzen Landkreis angeschlossen haben, seit 25 Jahren. Er bietet ein umfassendes Ausbildungsprogramm im Turnierhundesport sowie die Vorbereitung für die Begleithundeprüfung. Rasse, Größe, Stammbaum spielen dabei keine Rolle. „Deshalb kommen unsere Mitglieder auch von überall“, sagt Vorsitzender Harald Siebert. Denn es gebe zwar viele Schäferhundevereine, aber solche für alle möglichen Hunde seien selten.

Im Sommer trainieren die Hundefreunde mittwochs und samstags. Im Winter nur an Samstagen. Der Übungsbetrieb beginnt mit einer Gruppenarbeit, bei der die Hunde lernen, sich völlig auf ihr Herrchen oder Frauchen zu konzentrieren. In Einzelübungen steht dann Gehorsam im Mittelpunkt. Wer mit seinem Hund in den Turniersport einsteigen will, kann sich auch im Slalom- und Hindernisparcours versuchen.

Dabei werden Herrchen und Frauchen übrigens sportlich ordentlich gefordert, sagt Siebert. „Denn Hund und Besitzer müssen im Turniersport parallel laufen.“

Turniere richten die Hundefreunde auch selbst aus. In diesem Jahr fand zum Beispiel die Kreismeisterschaft im Turnierhundesport in Empfershausen statt.

51 Mitglieder hat der Verein - eine gute Zahl, findet Siebert, der nun schon seit 16 Jahren Vorsitzender ist. „Das hält sich seit jeher ziemlich die Waage.“ Einige neue Mitglieder kämen immer wieder hinzu. Viele verließen den Verein aber auch wieder, wenn die Ausbildung abgeschlossen ist. Ausgebildet werden bei den Hundefreunden aber nicht die Tiere an sich, sondern vielmehr die Besitzer, sagt Siebert. „Wir schulen die Hundeführer, damit sie ihre Hunde schulen können. Wenn man zuhause nicht übt, dann wird das nichts.“

Mehr Informationen zum Verein unter www.hundefreunde-empfershausen.de

Vier Regeln für Hundebesitzer

Beim Umgang und besonders bei der Erziehung von Hunden könne man einiges falsch machen, wissen die Hundefreunde. Worauf man als Hundebesitzer unbedingt achten sollte:

1. Konsequent sein

Wer will, dass sein Hund gut gehorcht, muss konsequent sein. Das heißt: Entweder darf der Hund aufs Sofa oder nicht. Wenn er einmal drauf darf, am nächsten Tag aber nicht mehr, versteht er das nicht.

2. Nicht vermenschlichen

Für viele, die sich einen Hund anschaffen, ist er Ersatz für ein Kind. Aber ein Hund ist ein Hund und will auch so behandelt werden und nicht mit am Tisch von der Gabel essen. Nur wenn man sich bewusst macht, dass Hunde nicht wie Menschen ticken, können wir auch ihr Verhalten richtig deuten.

3. Positiv denken

Wenn der Hund etwas lernen soll, dann sollte der Hundebesitzer positiv denken und seinen Hund darin bestärken, dass er die Aufgabe bewältigen kann. Geht der Besitzer mit einem negativen Gefühl an die Hundeerziehung, dann merkt der Hund das ganz schnell. Die Tiere sind sehr feinfühlig.

4. Der Chef sein

Ein Hund muss sich seinem Herrchen oder Frauchen unterordnen. Sobald ein Hund bei seinem Besitzer Unsicherheit bemerkt, übernimmt er die Rolle als Rudelführer. Dann wieder die Oberhand zu gewinnen, kann sehr langwierig sein.

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