Nach dem Brand: Gasthaus Zur Krone in Körle öffnet wieder

Baustelle: Die Woche über wurde im Innenraum des Gasthauses Zur Krone noch fleißig gewerkelt – doch am Samstag soll Wiedereröffnung sein. Darauf freuen sich schon von links Achim Erbeck, Kulwinder Kaur Othi und Sukha Othi. Im Hintergrund reinigt Schankanlagenreiniger Thomas Göbel die Bierleitung. Foto: Féaux de Lacroix

Körle. Acht Monate ist es her, dass ein Brand im historischen Körler Gasthaus Zur Krone großen Schaden anrichtete. Nun sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen.

Am Samstag, 3. Oktober, soll die Krone wieder öffnen. Gastwirt Sukha Othi kann es kaum erwarten: „Ich habe Lust, wieder loszulegen“, sagt er. „Ich habe lange genug Pause gemacht. Das war nicht schön.“

Denn die Pause war zwangsverordnet: Grund war ein verheerender Brand, der im Februar dieses Jahres in der Gaststätte ausgebrochen war und großen Schaden anrichtete. Ursache war ein technischer Defekt in einem Schaltkasten.

Letzte Pinselstriche vor der Wiedereröffnung der Krone: Maler Klaus-Dieter Gießler lackierte die Eingangstür zum Gastraum.

„Der Rauch war das Schlimmste“, sagt Achim Erbeck, Vorsitzender des Fördervereins, dem das Gasthaus Zur Krone gehört. Die Innenräume waren so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass die Krone schließen musste. Böden, Wände, Decken - alles musste erneuert werden. Und das auch im großen Saal, der erst ein halbes Jahr zuvor renoviert worden war. Die Arbeiten im Saal waren schon recht früh abgeschlossen: Seit Juni sei der Saal wieder zugänglich, sagt Achim Erbeck. So konnten dort bereits wieder Übungsstunden und Versammlungen der Körler Vereine stattfinden.

150.000 Euro hat die Sanierung der Krone nach dem Brand gekostet. Den Großteil der Kosten trage aber die Versicherung, sagt Achim Erbeck. Einen Teil habe aber auch der Förderverein selbst bezahlt.

Für Gastwirt Othi war die Schließung bitter - schließlich hatte er die Krone erst zu Beginn des Jahres übernommen. Doch obwohl er neu war, habe er viel Rückendeckung aus dem Ort bekommen, berichtet Othi. „Das hat man nicht überall“, sagt er. Ständig fragten die Leute, wann die Krone denn wieder aufmache. Und es komme auch immer mal jemand herein, um sich den Stand der Bauarbeiten anzusehen.

Viel Holz: Die Wände sind mit mit dunklem Nussbaumholz vertäfelt. Tischler Burkhard Lange schnitt mit der Kappsäge Profilleisten zurecht.

Es wäre makaber, zu sagen, dass der Brand im Körler Gasthaus Zur Krone auch sein Gutes hatte. „Aber nach dem ersten Schock haben wir die Chance für den Neuaufbau gesehen“, sagt Achim Erbeck. „Irgendwann hätten wir den Gastraum sowieso renovieren müssen. Die Krone war verstaubt, das muss man schon so sagen.“ Die Krone sei nun auf jeden Fall schöner als vorher, sagt auch Wirt Sukha Othi.

Auch nach der Sanierung aber bleibe die Krone, was sie vorher war, betont Achim Erbeck: gemütliches Gasthaus und Vereinslokal. „Die Krone soll kein Schicki-Micki-Bistro werden.“

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