Trotz riesiger Schlaglöcher: Gemeindestraße wird nicht saniert

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Tiefe Risse in der Straße: Michael Böse, Ortsvorsteher von Beiseförth, zeigt die betroffenen Bereiche, an denen es besonders schlimm ist.

Beiseförth. Große Schlaglöcher bestimmen das Bild an der Straße, die von Beiseförth nach Dagobertshausen führt. Daher hat die Gemeinde im Juni den Weg für den normalen Verkehr gesperrt.

Nur Fahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft dürfen diesen Weg befahren. Viele Beiseförther und Dagobertshäuser finden das schade. Die Straße wurde gern benutzt, für den kurzen Weg von und nach Dagobertshausen oder die schnelle Route zur Autobahnauffahrt bei Ostheim. „Viele Hersfelder befuhren den Weg, um bei Ostheim auf die A7 aufzufahren“, sagt der Beiseförther Ortsvorsteher Michael Böse.

Sie müssen nun den Umweg über die Kreisstraße Richtung Malsfeld nehmen. Der Umweg ist etwa zwei Kilometer länger und führt über die Kreisstraße 29. Das sei zwar schade, sagt Böse, aber unumgänglich. Der 53-Jährige weist auf die Schlaglöcher in der kurzen Verbindung hin.

Sanierung vor fünf Jahren

Um dies zu zeigen, hat er einen Zollstock mitgebracht und hält ihn in das Schlagloch. Für normale Autos oder gar Motorräder sei das Befahren der Straße schlicht zu gefährlich. Motorradfahrer könnten sich ernsthaft verletzten. Wer mit dem Auto zu schnell über die Löcher brettere, könne es beschädigen.

Vor fünf Jahren etwa sei die Straße bereits an den markanten Stellen geflickt worden. Die Flicken brechen immer wieder auf. Besonders betroffen ist der im Tal liegende ein Kilometer lange Abschnitt bis zum Viadukt. Oberhalb sei die Straße in Ordnung. Man habe oft darüber nachgedacht, die Straße zu sanieren. Doch die Kosten seien der Gemeinde zu hoch.

In der Diskussion sei auch eine Zufahrt zu der Dr. Schumacher GmbH, die ihren Betrieb demnächst erweitern möchte. Das Betriebsgelände liegt direkt hinter dem Bahndamm oberhalb des Viaduktes. Aber all das seien bislang nur Gedankenspiele. Böse geht davon aus, dass die Gemeinde zunächst einmal mit einer eventuellen Sanierung der Straße wartet. So lang müssten die Anwohner den Umweg in Kauf nehmen. Schließlich sei die Gemeinde in der Verantwortung, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Das sagt der 1. Beigeordnete: Die Umfahrung ist zumutbar

Andreas Hanke, 1. Beigeordneter der Gemeinde Malsfeld und Stellvertreter des Bürgermeisters, sagt, die Umfahrung über die Kreisstraße sei zumutbar. Die Gemeinde sei in der Pflicht gewesen, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Daher sei der Weg bis auf weiteres gesperrt. Es habe sogar Gedanken gegeben, ihn ganz zurück zu bauen. Eine Sanierung der Schlaglöcher würde etwa 10 000 Euro kosten. In den heutigen Zeiten sei es zu überlegen, welches Geld man ausgebe. Ganz sperren werde man die Straße zurzeit nicht, die Landwirte müssten auf die Felder fahren können. Rechtswidrig sei es, wenn Autofahrer oder Motorräder auf der Straße fahren. „Wir haben damit unsere Pflicht getan.“

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