Verein praktische Lebenshilfe bietet in Beiseförth 13 Pflegeplätze an

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Bei der Spendenübergabe: von links Sven Stransky, Sigrid Giesen, Bruno Stransky und Karl Georg Simon. Links im Bild der Altbau, der über einen Flur mit dem rechts zu sehenden Neubau verbunden wird.

Beiseförth. Im März will der Beiseförther Verein praktische Lebenshilfe seinen neuen Anbau mit sechs Pflegeplätzen in Betrieb nehmen. Anschließend soll der Altbau um einen Wintergarten erweitert werden.

Das kündigte Vereinsvorsitzender Karl Georg Simon am Donnerstag an.

Das kündigte Vereinsvorsitzender Karl Georg Simon am heutigen Donnerstag an. Das Kleinheim bietet nach der Eröffnung des neuen Trakts im Alt- und Neubau 13 Pflegeplätze. Auch der Wintergarten soll nach Vereinsangaben noch dieses Jahr fertig werden. Der Bau mit Teeküche, sanitären Anlagen und Terrasse steht der Vereinsidee nach den Bewohnern der Einrichtung sowie zeitweise auch der Öffentlichkeit offen.

Damit will man sich laut Karl Georg Simon zum Dorf hin weiter öffnen. Denkbar sei die Einrichtung eines Minicafés, aber auch ein Mittagstisch und Seniorennachmittage könnten im Wintergarten stattfinden. Er bietet zudem Bewohnern die Möglichkeit, mit ihren Besuchern Zeit in ruhiger und privater Atmosphäre zu verbringen, erklärte Heimleiterin Sigrid Giesen, die mit im Haus wohnt und sich dort auch ehrenamtlich engagiert.

Im Erweiterungstrakt sind zurzeit schon die Tapezierer unterwegs. Am kommenden Samstag werden Ehrenamtliche die 20 Quadratmeter großen Zimmer samt der dazugehörigen Nasszellen streichen. Sie erhalten dann noch einen Parkettboden - und am 23. Februar kommen die Möbel, kündigte Einrichtungsleiterin Sigrid Giesen an.

Im Erweiterungsbau haben alle Zimmer Zugang zu einer Terrasse. Von einem Flur aus können die künftigen Bewohner in die Gartenanlage gehen. Ferner gibt es Funktionsräume, unter anderem eine Waschküche und ein Bad mit einer Wanne sowie eine Toilette für Gäste.

Der Erweiterungsbau kostet nach Vereinsangaben 600.000 Euro - die Fernsehlotterie übernimmt dabei ein Drittel der Kosten.

Fördergeld gibt es nach Angaben des Zweckverbandes Mittleres Fuldatal auch für den 159.000 Euro teuren Wintergarten. An dem beteiligen sich nach Vereinsangaben der Bund, das Land Hessen und die Europäische Union mit 66.000 Euro.

34 Spender gaben 2790 Euro

2015 feierte das Unternehmen „Bruno Stransky - Der Raumausstatter“ 50-jähriges Bestehen. Dazu hatte die Beiseförther Firma 110 Gäste aus Nah und Fern ins Kloster Haydau eingeladen. Statt um Geschenke baten die Jubilare seinerzeit um eine Spende für den Verein praktische Lebenshilfe. 

Dabei gaben nach Unternehmensangaben 34 Menschen 2790 Euro. Das Geld überreichten Bruno und Sven Stransky am Donnerstag dem Verein. Es soll in den Erweiterungsbau fließen. Der Altbau des Kleinheims erinnert die Raumausstatter auch an die eigene Firmengeschichte. Denn bis 1982 hatten sie dort ihre Geschäfts- und Ausstellungsräume, erklärte Bruno Stransky.

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