Weniger Verkehr: Dagobertshäuser froh über Straßensperrung

Er begrüßt die Sperrung der Gemeindestraße: Winfried Hucke, Ortsvorsteher von Dagobertshausen. Foto: Thiery

Dagobertshausen. Die Sperrung der Gemeindestraße zwischen Dagobertshausen und Beiseförth kommt den Dagobertshäusern zugute, meint Ortsvorsteher Winfried Hucke.

„Jetzt fahren nicht mehr so viele Fahrzeuge durch unseren Ort auf den Autobahnzubringer“, sagt Hucke. Der Verkehr ist in dem kleinen Ort oberhalb Malsfelds so eine Sache. Obwohl eigentlich abgelegen, sausen gerade morgens und abends die Autos auf dem Weg zur Arbeit durch das Dorf. „Viele benutzen die Abkürzung über Beiseförth hoch nach Dagobertshausen und fahren dann auf den Autobahnzubringer zur Anschlussstelle Ostheim“, sagt Hucke. Jetzt seien es deutlich weniger, wenn auch immer noch einige Fahrzeuge den Weg nehmen oder die parallel gelegene K 29. Vor allem viele Fahrzeuge mit Hersfelder Kennzeichen seien dabei. Das sei nur eine kleine Abkürzung zum direkten Weg auf der B 83 über den Sommerberg-Kreisel auf den Zubringer. Dennoch benutzten ihn viele, beziehungsweise hatten ihn genutzt.

Für Hucke ist das nicht verständlich. Schon vor einigen Jahren sei daher ein Antrag zur Sperrung der Verbindungsstraße aus dem Ortsbeirat Dagobertshausen an den Gemeindevorstand gestellt worden. Dass es nun aufgrund der maroden Fahrbahn dazu gekommen sei, sei den Dagobertshäusern nur recht. Die Mehrheit der Bewohner begrüße die Sperrung der Verbindungsstraße.

Die Dagobertshäuser selbst nähmen den kleinen Umweg nach Beiseförth gern in Kauf. Übergeordnete Ziele spielten eine Rolle. Das wichtigste sei die Verkehrsberuhigung, um den Kindern und den älteren Mitbürgern mehr Sicherheit zu bieten.

Weniger Verkehr bedeute gleichzeitig weniger Gefahren. Immer wieder sei er darauf angesprochen worden, dass während des Berufsverkehrs ein erhöhter Verkehr zu verzeichnen sei. Dabei sei auch oft die 30-er Zone in Dagobertshausen überschritten worden. „Als der Autobahnanschluss Malsfeld geschaffen wurde, hat man den neuen Zubringer (K 20) gebaut“, sagt Hucke. Der sollte auch von Beiseförth aus benutzt werden, aber viele seien lieber die Abkürzung gefahren.

Durch die Sperrung der Verbindungsstraße zwischen Beiseförth und Dagobertshausen werden sich nun viele Verkehrsteilnehmer hoffentlich entschließen, die B 83 und den extra gebauten Autobahnzubringer zu nutzen, hofft Hucke. Für nicht sinnvoll hält er die Umfahrung über die K 29, die parallel zur gesperrten Gemeindestraße verläuft. „Dann rollt der Verkehr ja wieder durch Dagobertshausen.“

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