Bereits in den Kindergärten im Landkreis gibt es Angebote

Mehr Kinder benötigen eine Sprachförderung

Immer mehr Kindergartenkinder im Schwalm-Eder-Kreis werden vor der Einschulung gezielt sprachlich gefördert.

Nach Angaben des hessischen Kultusministeriums stieg die Zahl der Kinder, die einen Vorlaufkurs besuchen, in den vergangenen 15 Jahren von 900 auf fast 10 000 Kinder.

Auch beim Staatlichen Schulamt des Schwalm-Eder-Kreises in Fritzlar verzeichnet man einen steigenden Trend. Zur Vorbereitung auf das kommenden Schuljahr nehmen derzeit 198 Kinder an 15 Schulstandorten im Landkreis an Vorlaufkursen teil. Das seien laut Marion Temme, Schulfachliche Aufsichtbeamtin im Schwalm-Eder, fast 30 Kinder mehr als noch 2015. Die Resonanz von seiten der Eltern sei laut Temme hervorragend. Die meisten Eltern stimmten den freiwilligen Kursen zu. Auch die sprachfördernde Zusammenarbeit mit den Kinderngärten habe sich bewährt und laufe sehr zufriedenstellend.

Neben der gezielten Sprachvorbereitung ein Jahr vor der Einschulung, werden Kinder bereits im Kindergartenalltag sprachlich gefördert.

Sprachentwicklung geschah früher wie nebenbei, hat aber laut Andrea Taylor vom Kindergarten Bachfeld in Melsungen stark an Bedeutung gewonnen. Stellt ein Erzieher Sprachdefizite fest, kommen bestimmte Fördermethoden, wie zum Beispiel das spielerische Kon-Lab zum Einsatz. Kon-Lab steht dabei für Konstanz-Labor, einem Konzept, das sich an den Sprachphasen der Kinder orientiert.

„Gefördert werden nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund, sondern auch alle anderen mit einer Sprachauffälligkeit“, stellt Melanie Hucke vom Kindergarten Am Schloth heraus.

Die Erfahrung zeige aber, dass Migrantenkinder häufiger Sprachförderung erhalten und oft auch an einem schulvorbereitenden Vorlaufkurs teilnehmen. ZUM TAGE, HINTERGRUND, NÄCHSTE SEITE

Von Margarete Leissa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa/dpaweb

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