Frauen sind für ihren unermüdlichen Einsatz für Bedürftige bekannt

Geld für die Ärmsten: Zwei Frauen sammeln Spenden für Haiti

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Ein Bild der Zerstörung: Der Hurrikan Matthew richtete im Süden des Karibikstaates Haiti schwere Schäden an.

Melsungen. Das Schicksal der Menschen auf Haiti bewegt Gisela Witzel und Dr. Ulrike Schnell sehr. Der Hurrikan hat in dem Karibikstaat verheerende Schäden angerichtet.

Der Hurrikan Matthew hat große Schäden auf Haiti angerichtet. Über 500 Menschen starben, Häuser und Straßen wurden zerstört. Die Angst vor einer Cholera-Epedemie wächst. Die Melsungerinnen Gisela Witzel und Dr. Ulrike Schnell sammeln jetzt Spenden für die Menschen dort.

Mit der Unterstützung von Spendern wollen die beiden Frauen jetzt den Menschen dort helfen. Sie können sich vorstellen, mit den Spenden eine Schule oder einen Kindergarten zu unterstützen.

Hilfe für Notleidende: Gisela Witzel (links) und Dr. Ulrike Schnell sammeln Spenden für Haiti.

Die beiden Frauen sind in der Region und darüber hinaus für ihren unermüdlichen Einsatz für Bedürftige und erfolgreichen Spendenaktionen bekannt. Bereits 2010 nach dem schweren Erdbeben haben die beiden Frauen Geld für Haiti gesammelt und einen fünfstelligen Betrag zusammengetragen.

„Wir sorgen dafür, dass jeder Cent ohne Abzug ankommt“, sagen die beiden, die nicht nur das gemeinsame Spendensammeln, sondern eine Freundschaft verbindet. Ulrike Schnell, ehemalige Bundesvorsitzende des Frauenservice-Club Soroptimist International (siehe Hintergrund), will dafür das weltweite Netzwerk des Clubs nutzen, um die Menschen vor Ort miteinzubeziehen.

„Soroptimist hat einen Club in Port au Prince, dadurch können wir genau verfolgen, dass die Spenden sicher ankommen und was mit dem Geld passiert“, sagt die 73-Jährige. Auch Spendenquittungen können über Soroptimist International ausgestellt werden.

Auch wenn die Bilder von den Zerstörungen in der Karibik wieder aus den Nachrichten verschwunden sind, werden die Menschen noch lange unter den Folgen des Hurrikans leiden. „Ich finde es ganz schlimm, dass dort jetzt schon wieder alles aufgebaut werden muss“, sagt Dr. Ulrike Schnell. Die 81-jährige Gisela Witzel zeigt sich ebenfalls erschüttert und sagt: „Da muss man einfach helfen.“

Regelmäßig wollen die beiden den Spendern über den Einsatz des Geldes berichten. Sie hoffen, dass sich auch dieses Mal viele Menschen beteiligen. „Es zählt jeder Euro“, sagt Witzel.

Spendenkonto: IBAN: DE86 5205 2154 102000 72 49 bei der KSK Schwalm-Eder. Stichwort: Haiti

Hintergrund: Einsatz für Frauen und Mädchen

Sorpotimist International (SI) ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen. SI tritt weltweit unter anderem für Menschenrechte, Frieden, internationale Verständigung und verantwortliches Handeln ein. Die Soroptimistinnen setzen sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Frauen und Mädchen ein. SI wurde 1921 in Oakland/Kalifornien gegründet. Der erste deutsche Club entstand 1930 in Berlin. Es gibt 3100 Clubs in 117 Ländern mit über 81.000 Mitgliedern.

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