Hochsaison für Diebe

Einbrecher: Polizei gibt Tipps, wie man sich schützen kann

Nur wenige Sekunden: Polizeisprecher Reinhard Giesa demonstriert, wie schnell man nur mit einem Schraubenzieher ein Fenster knackt. Archivfoto: Dewert

Melsungen. Die Kernstadt Melsungens ist aktuell das Hauptziel von Einbrechern: Der Schwerpunkt der seit Oktober im Schwalm-Eder-Kreis registrierten Einbruchsaktivitäten liege in der Bartenwetzerstadt, heißt es von der Polizei.

Die Tatorte seien über das gesamte Stadtgebiet verteilt, sagt Reinhard Giesa, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder. Die Polizei führe intensive Ermittlungen.

„Die meisten Einbrüche gehen auf das Konto von Gelegenheitstätern“, sagt Giesa. Diese nutzten häufig den Zufall aus. In den frühen Abendstunden seien meist unbeleuchtete Häuser das Ziel. Wenn dann noch die Rollläden oben und die Häuser schlecht einzusehen seien, schlügen die Täter zu.

„Die Täter kommen oft nur mit einem großen Schraubenzieher. Ein ungesichertes Fenster oder eine Terrassentür ist dann in wenigen Sekunden geöffnet.“

Aber gerade gegen diese Gelegenheitseinbrecher gebe es wirksame Präventionsmethoden. „Die Täter kommen oft nur mit einem großen Schraubenzieher. Ein ungesichertes Fenster oder Terrassentür ist dann in wenigen Sekunden geöffnet“, sagt Giesa. Schnell würden die Zimmer nach Wertsachen durchwühlt und ebenso schnell seien die Täter wieder verschwunden. Die Spurenlage gebe meist nicht viel her. Die Täter trügen natürlich meist Handschuhe und sonst gebe es nicht viel Verwertbares. Daher sei die Polizei besonders auf aufmerksame Nachbarn und andere Zeugen angewiesen.

Der Aufbruch eines ungeschützten Fensters dauere nur 15 bis 20 Sekunden. Dabei werden Häuser bevorzugt, deren Bewohner nicht zu Hause sind: „Einbrecher sind nicht auf Konfrontation aus“, sagt Giesa. Der Einbruch erfolge dann meist durch Fenster oder Terrassentüren auf der Hausrückseite.

Darauf sollte man achten

• Das Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos und Personen notieren.

• Verdächtige Beobachtungen möglichst schnell der Polizei mitteilen - auch über die Notrufnummer 110.

• Autos mit auswärtigen Kennzeichen fahren mehrmals langsam durchs Wohngebiet - vielleicht suchen Straftäter ein lohnendes Objekt.

• Fremde läuten im Haus bei mehreren Wohnungen, streifen auf dem Nachbargrundstück umher - vielleicht wollen Straftäter feststellen, ob jemand zu Hause ist.

• Fensterscheiben klirren, es wird gebohrt, gehämmert, gehebelt - Handwerker? Vielleicht sind es aber auch Einbruchgeräusche.

• Flackerndes, abgeschirmtes Licht scheint im Dunkeln aus dem Nachbarhaus oder Ladengeschäft nebenan, Fenster sind ungewohnt verhängt - vielleicht sind gerade Einbrecher am Werk.

• Unbekannte warten scheinbar grundlos auf der Straße, im Hausflur oder im geparkten Auto - vielleicht steht jemand bei einer Straftat Schmiere.

Von Damai D. Dewert

Tipps der Polizei:

- Wertvolle Tipps für mehr Sicherheit im Wohngebiet

- "Ungebetene Gäste"  - Sicher wohnen - Einbruchschutz

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