Räumungsübung an der Gesamtschule Melsungen

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Räumungsübung an der Gesamtschule Melsungen: Stadtbrandinspektor Frank Ebert (von links), stellv. Schulleiterin Gudrun Wannagat und Schulleiter Dr. Matthias Bohn. 

Melsungen. 800 Schüler und Lehrer mussten am Donnerstagvormittag die Melsunger Gesamtschule schnellstmöglich verlassen. Grund war eine Räumungsübung.

Der Um- und Erweiterungsbau der Gesamtschule Melsungen in der Dreuxallee ist zwar noch nicht eingeweiht, doch mit Schülern und Lehrern sind schon seit dieser Woche fast 800 Personen im Gebäude tätig. Damit im Falle eines Brandes auch nach dem Umbau alle schnell aus den Räumen raus sind, wurde das Verlassen des Gebäudes gestern Vormittag geübt.

Schulleiter Dr. Matthias Bohn sei die Räumungsübung ein dringendes Anliegen gewesen. Denn die Klassenräume und Ausgänge sind teilweise verändert und wurden umgebaut. Bei einem Alarm müssen Schüler und Lehrer teilweise neue Wege zu dem Sammelplatz zwischen Gesamtschule und Geschwister-Scholl-Schule gehen.

Wie am Schnürchen

Bei der Räumungsübung am klappte alles wie am Schnürchen. Um 10.01 Uhr hatte Hausmeister Marco Rudolph den Alarm ausgelöst. Durch schrilles Klingeln der Alarmsirenen in allen Räumen wurden Lehrer und Schüler auf den Feueralarm aufmerksam gemacht. Sofort setzten sich die 728 Schüler aus den 32 Klassen in Bewegung und suchten über die genau definierten Wege den Sammelplatz an der großen Wiese auf. Die Lehrer sorgten dafür, dass die Klassenbücher mit den Anwesenheitslisten mitgenommen wurden. Alles lief sehr diszipliniert ab.

Um 10.02 Uhr wurde die Feuerwehr Melsungen über die Rettungsleitstelle alarmiert. Als die Feuerwehrleute unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Frank Ebert wenige Minuten später an der Schule eintrafen, teilte ihm die stellvertretende Schulleiterin Gudrun Wannagat sofort mit, dass alle Lehrer und Schüler das Gebäude bereits verlassen hatten.

Über einen Notfallplan konnte sie feststellen, welche Klassen sich wo im Gebäude aufhielten.

Weitere Übung geplant

Schulleiter Dr. Bohn war mit dem Ablauf der Übung sehr zufrieden. „Mir ging es einfach darum, festzustellen ob alle Klassen den richtigen Weg ins Freie nehmen.“ Außerdem wollte Bohn sehen, wie schnell es geht, festzustellen, ob auch wirklich alle das Gebäude verlassen haben. Alles klappte einwandfrei: Fast 800 Personen waren innerhalb von fünf Minuten aus dem Gebäude.

„Wenn der Schulbetrieb in einigen Monaten richtig läuft, werden wir nochmal eine große Übung gemeinsam mit der Feuerwehr veranstalten“, sagte Bohn. „Dann auch richtig mit Rettung aus Klassenzimmern und allem, was dazu gehört.“

Zurück in die Klassen

Zum Leidwesen vieler Schüler ging es nach einer halben Stunde wieder zurück in die Klassenräume und der Unterricht wurde fortgesetzt.

Auch der Rückweg in die Klassen lief sehr gut organisiert ab. Immer nur in Gruppen ging es vom Sammelplatz in die Klassenzimmer, damit es nicht auf den Treppen und auf den Fluren zu Gedränge kam.

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