Landessynode der Evangelischen Kirche

Bischof: 43 Gebäude für Flüchtlinge

Altmorschen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck kann 43 Immobilien als Flüchtlingsunterkünfte zur Verfügung stellen.

Das erklärte Bischof Dr. Martin Hein gestern zum Auftakt der 12. Landessynode im Kloster Haydau in Altmorschen.

Kirchliche Freizeitheime könnten in Zukunft die neue Heimat von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sein oder als Gemeinschaftsunterkünfte genutzt werden. Hein appellierte an die Synodalen, die vom Rat der Landeskirche Anfang Oktober beschlossene eine Million Euro für die soziale Arbeit mit Flüchtlingen zu bewilligen.

Der Bischof bekräftigte seinen Appell, als letzte Möglichkeit auch die Kirchen als Notunterkünfte zu öffnen. Er wolle damit den Ernst der Lage deutlich machen.

„Nach reformatorischem Verständnis tragen Kirchengebäude keine Heiligkeit in sich, sondern sind Versammlungsräume für die Verkündigung – und aktive Nächstenliebe ist eine sehr starke Form der Verkündigung”, sagte Hein. Als er erstmals erklärt habe, Kirchenzu öffnen, sei ihm bewusst gewesen, dass er dafür nicht nur Beifall bekommen würde: „Überrascht hat mich allerdings doch, wie heftig ablehnend manche Reaktionen ausfielen – aus der Mitte unserer Kirche heraus.”

Seine Grundidee sei es, dass Kirchengebäude für Menschen ein Ort der Zuflucht sein sollten, sagte Hein.

Rubriklistenbild: © nh

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