Herbert Wohlgemuth will weiter Bürgermeister in Morschen bleiben

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Politiker mit Hang zur Technik: Mit dem passenden Geräten backt auch Amtsinhaber und Bürgermeisterkandidat Herbert Wohlgemuth gern mal einen Kuchen.

Morschen. Am 6. März ist Bürgermeisterwahl in Morschen. Eine Kandidatin und zwei Kandidaten haben sich für dieses Amt beworben. Wir stellen sie in Porträts vor. Eine Gegenüberstellung ihrer politischen Ziele folgt.

Herbert Wohlgemuth wird bald zum zweiten und dritten Mal Großvater - zum alten Eisen gehöre er aber noch lange nicht. Deshalb kandidiert der 56-Jährige nach drei Amtszeiten erneut für das Amt des Bürgermeisters in Morschen. „Nach 18 Jahren traue ich mich zu sagen, dass ich es kann“, sagt Wohlgemuth. Er habe ein tolles Team, mit dem es Spaß mache zu arbeiten. Außerdem kenne er in der Gemeinde jeden Kartoffelhaufen. „Auch wenn ich im feindlichen Ausland lebe.“

Er weiß, dass es einige nicht gern sehen, dass er nicht in Morschen, sondern in Dörnhagen wohnt. Doch er wolle seiner Frau ermöglichen, näher bei ihrer Mutter zu sein, um die sie sich kümmert. „Ich bin ihm dafür wirklich dankbar“, sagt Sylvia Wohlgemuth-Gudenberg.

Sie ist froh, dass ihr Mann nochmal seinen Hut in den Ring wirft. „Er ist einfach noch zu agil zum Aufhören“, sagt die 54-Jährige und lacht.

Langweilig wäre es dem 56-Jährigen aber vermutlich nicht. Er werkelt gern im Schrebergarten herum, entspannt sich beim Urlaub auf Sylt oder auf einem Hausboot in den Niederlanden.

Seit kurzem hat er die Küche für sich entdeckt. Den Kuchen für Feuerwehrfeste backe er jetzt immer selbst. Das mag auch an seiner modernen Küchenmaschine liegen. Denn Herbert Wohlgemuth sagt, er könne sich sehr für technische Geräte begeistern. Und wenn er das passende Gerät dafür habe, dann helfe er auch gern im Haushalt.

Neben technischen Geräten gehöre auch die EDV zu seinen Steckenpferden. Das kommt bei ihm auch im Job zum Tragen. Herbert Wohlgemuth ist nicht nur der Bürgermeister der Gemeinde Morschen, sondern auch deren EDV-Beauftragter. Er erinnert sich, wie er im alten Rathaus der Gemeinde Morschen beim Verlegen und Verdrahten der Kabel selbst Hand angelegt hat.

Wenn etwas nicht läuft, dann tüftle er solange daran herum, bis es klappt. „Inzwischen weiß ich, dass ich ihn dann einfach machen lassen muss“, sagt seine Frau.

Als ordentlich würde er sich aber nicht bezeichnen. „Im Rathaus heißt es immer: Keine Originale zum Chef“, sagt er und lacht. Pendantisch sei er nur bei der deutschen Rechtschreibung.

Er sei ein Macher, der sein Wissen gern an andere weitergebe.

In der Freizeit verbringe er gern Zeit mit der Familie. Wohlgemuth hat zwei erwachsene Kinder aus erster Ehe. Seine Frau Sylvia hat ebenfalls einen erwachsenen Sohn, und der dreijährige Enkel hält die Wohlgemuths auf Trab.

Einmal im Jahr - an Weihnachten - hole er sein Akkordeon raus und musiziere mit der Familie. Ihr Mann sei ein positiver Mensch, den die meisten nur lachend kennen und der andere gut begeistern könne, sagt seine Ehefrau.

Er sei in der Tat niemand, der sich an Trübsal abarbeite, viel mehr blicke er nach vorn. „Ich sehe mein Leben als Baum, und jede Abzweigung ist gut so“, sagt Herbert Wohlgemuth.

Zur Person

Herbert Wohlgemuth wurde 1960 in Altmorschen geboren und ist dort mit einer älteren Schwester aufgewachsen. 1979 legte er in Melsungen sein Abitur ab. Er leistete seinen Wehrdienst und war anschließend bis zu seinem Amtsantritt als Bürgermeister 1998 Berufssoldat. Er absolvierte bei der Bundeswehr eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten sowie zum staatlich anerkannten Erzieher. Unter anderem war er als Personaloffizier tätig. Seit 2007 ist er in zweiter Ehe mit Sylvia Wohlgemuth-Gudenberg verheiratet. Aus erster Ehe hat er einen 31-jährigen Sohn und eine 28-jährige Tochter. Auch seine Frau hat einen erwachsenen Sohn. Das erste Enkelkind ist drei Jahre alt. Wohlgemuth entspannt sich gern auf Sylt und hat kürzlich das Backen für sich entdeckt.

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