Mörscher Gewerbetreibenden macht die Vollsperrung der Ortsdurchfahrt zu schaffen

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Hat ihr Geschäft im Baustellenbereich: Kaja Oglialoro von der Haarschneiderei hat festgestellt, dass seit der Vollsperrung die Hausbesuche zugenommen haben.

Die Bauarbeiten in der Mörscher Paul-Frankfurth-Straße beeinträchtigen nicht nur Anwohner, sondern auch die Gewerbetreibenden. Wir sprachen mit einigen von ihnen.

Lebensmittelladen Schmeggewöllerchen

Doris Lesch ist die Inhaberin eines kleinen Lebensmittelladens und nach eigenen Angaben besonders stark von den Baumaßnahmen betroffen: Viele Kunden würden wegbleiben, das Geschäft sei massiv eingebrochen.

Ohne die Einnahmen aus dem Café, das sie an Sonn- und Feiertagen im Kloster Haydau betreibe, könne sie den Lebensmittelladen nicht mehr über Wasser halten, sagt Lesch. Bürgermeister Böhm habe versucht zu helfen, etwa mit der Vermittlung eines mobilen Verkaufswagens. Diese Option sei aber aus finanziellen und organisatorischen Gründen für sie nicht in Frage gekommen.

Blumenladen Salzmann

Auch dort sieht die Situation nicht eben rosig aus: „Besonders der fehlende Durchgangsverkehr macht uns zu schaffen“, sagt Thomas Salzmann. Die Beschilderung sei unzureichend, Einwohner aus den Mörscher Ortsteilen würden kaum noch in die Paul-Frankfurth-Straße kommen, da viele nicht einmal genau wüssten, welche Umleitung sie dafür nutzen müssten. 

Haarschneiderei Morschen

Bei Kaja Oglialoro ist die Situation nicht so dramatisch. Sie habe viele Stammkunden, die regelmäßig vorbeikämen, allerdings merke auch sie, dass die Zahl der Hausbesuche deutlich zugenommen hätte.

Lucky-Shop Kiosk 

Heidi Appel hat sich mit der Situation arrangieren können. Zwar liegt der Kiosk auch an der Baustelle, ist allerdings noch an die befahrbare Nürnberger Landstraße angebunden. Trotzdem habe sie ebenfalls wahrgenommen, dass es etwas ruhiger geworden sei. Auch, da der direkte Anschluss an den Ortsteil Eubach unterbrochen sei. Wenn sie von der Lage der anderen Geschäftsinhaber höre, denke aber auch sie, das man bei der Planung der Bauarbeiten mehr Rücksicht auf die Gewerbetreibende hätte nehmen sollen.

Dass die Bauarbeiten wie geplant bis November abgeschlossen sein werden, konnten sich die Gewerbetreibenden nicht vorstellen. (pnx)

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