Sieger des Wettbewerbs Idee und Form gekürt

Ars Natura: Studenten-Kunstwerke sollen vor Regenwetter schützen

+
Die Preisträger: Yeliz Kayik (zweite von rechts) und Paul Rudnik (links) nahmen die Urkunden und Preise für ihre Entwürfe zum Thema „Undercover“ als nützliches Kunstwerk am Ars Natura entgegen. Es gratulierten von links Sandrino Sandinista Sander, die Architekten Seminarleiter Igor Vrana und Janosch Novak, sowie Dr. Karin Adam.

Melsungen. Der Ars Natur wird um eine Kunstwerk erweitert. Kasseler Studenten hatten Entwürfe für einen kreativen Regenunterstand eingereicht. Jetzt wurden die Sieger gekürt.

„Undercover“, unter dieser Überschrift hatten 19 Studenten der Universität Kassel ihre Arbeiten für den Wettbewerb „Idee und Form“ des Ars Natura eingereicht. Die Architekturstudenten hatten ein Seminar bei Dozent Igor Vrana besucht und ein Semester lang auf den Entwurf eines vor Regenwetter schützenden Unterstandes für Wanderer auf dem Ars Natura hingearbeitet.

Über 380 Kunstwerke befinden sich bereits an der rund 320 Kilometer langen Strecke. Die Künstler Sandrino Sandinista Sander und Dr. Karin Adam haben das Projekt im Jahr 2000 ins Leben gerufen und sind die künstlerischen Leiter des Ars Natura. Beide gehörten zu der sechsköpfigen Jury, die die drei besten Entwürfe auswählte. Ein vierter Entwurf wurde zusätzlich mit einem Sonderpreis bedacht. Die Gewinner wurden im Dienstleistungszentrum vom Melsungen ausgezeichnet.

„Einer der Entwürfe wird auf jeden Fall in die Tat umgesetzt“, versprach Sander den angehenden Architekten bei der Übergabe der Urkunden und Preise. „Jede der eingereichten Ideen hat etwas“, betonte der Künstler und das habe die Entscheidung nicht leicht gemacht.

Schließlich ging der erste Preis und damit auch 300 Euro an Marcos Reik Cruz für seinen Entwurf „Tempel M“. Da er selbst an der Preisverleihung nicht teilnehmen konnte, übernahm Seminarleiter Vrana die Erklärung des Entwurfes. Einen würfelförmigen Bau mit einem trichterförmigen Dach hat der Student aus Kassel entworfen. Als besondere Verbindung zwischen Mensch und Natur soll eine Öffnung im Dach den Regen wie einen Wasserfall in das Gebäude einlassen. Am Boden soll das Wasser in ein Auffangbecken laufen und dann wieder nach außen abfließen können. 

Natur erleben durch sehen, hören und nachspüren, darum ging es auch bei der Arbeit von Paul Rudnik, den die Jury auf den zweiten Platz wählte. „Back to Nature“ hat dieser seine Idee genannt, hinter der sich ein eckiges Gebäude verbirgt, das im Inneren in zwei Räume geteilt ist. Während der eine Raum mit einem festen Dach versehen sein soll, bildet in seiner Arbeit das Blattwerk eines Baumes die Bedachung des zweiten Raumes. Den dritten Platz belegte Yeliz Kayik mit ihrem Entwurf „Naturausblicke“. Der Sonderpreis ging an Mariele Weiss.

Welcher der Entwürfe sich zu den Kunstwerken am Ars Natura gesellen wird, steht noch nicht fest. (zen)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.