Fünf neue Kunstwerke entlang der Route

Neuer Ars Natura Panorama-Rundweg in Nausis wird eingeweiht

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Neuer Infoterminal „Seitenblick“ entlang der Wanderroute bekommt letzten Schliff: Von links Michael Reuter (Bauhofleiter Spangenberg), Stefan Martin (Wanderscheune), Wilhelm Bernhard (1. Vorsitzender Kulturlandschaft Landetal), Reiner Kehl (Ortsvorsteher Nausis), Arne Mundt (Forstamt Melsungen), Sandrino Sandinista Sander (Vorsitzender Ars Natura), Gritt Heinze (Stadt Spangenberg) und Thomas Pfaffenbach (Tischlerei+Holzmanufaktur Morschen).

Nausis. Feinschliff auf der neuen Wanderroute in Nausis: Die letzten Kunstwerke werden an ihren Bestimmungsort gebracht. Am Sonntag, 17. Juli, wird groß gefeiert.

Vier Kilometer lang ist der neue Panorama-Rundweg durch Nausis. Unter dem Motto „Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft“ hat die Ars Natura Stiftung fünf neue Kunstwerke entlang der Route positioniert. „Es ist die letzte Teilstrecke, die dort umgesetzt worden ist“, sagt Sandrino Sandinista Sander, Vorsitzender der Ars Natura Stiftung. Die Künstler haben das Thema frei interpretiert.

Der Ausgangspunkt der Route ist die Wanderscheune an der Ahlheimer Straße in Nausis.

(1) Holzstele 

Tobias Michael aus Lautern im Erzgebirge hat die zweieinhalb Meter hohe, spiralförmige Stele aus Eiche kreiert. Eingraviert ist ein Schriftzug von Dietrich Bonhoeffer. Um den Text lesen zu können, muss der Betrachter einmal um das Werk herumlaufen.

(2) „Anfang und Ende“ 

Das Werk von Sandrino Sandinista Sander aus Spangenberg trägt den Namen „Anfang und Ende“. Auf drei Holzwürfeln liegt ein vier Meter langer roter Sandstein. Die obere Lage besteht aus Grauwacke und zeigt alte Flussablagerungen. „Wir sind alle aus Sternenstaub“ ist von vorne zu lesen.

(3) „Cinema Natura“

Auf der Metzebacher Höhe, etwa 200 Meter von der eigentlichen Route entfernt, liegt das Naturkino „Cinema Natura“ von Luzia Lippert aus Hannover.

Infoterminal „Seitenblick“ 

Der Infoterminal „Seitenblick“ wurde von den Studenten Kaspar Ehrhardt und Dario Jessen entworfen. Es stammt aus dem Wettbewerb Idee und Form der Uni Kassel und ist der Siegerentwurf aus dem Jahr 2014. Den offenen Infostand hat Thomas Pfaffenbach aus Morschen gebaut.

(4) Hasen und Designerbank

Auf dem Weg bergab Richtung Hasenkuppe laufen den Wanderern tatsächlich Hasen über den Weg. Ewald Rumpf aus Remsfeld hat das Werk „Massen von Hasen in farbigen Massen“ entworfen.

(5) Blick in Ferne 

Vorbei an der Designerbank „Bank to the bench“ von Janosch Nowak, ebenfalls ein Projekt aus dem Wettbewerb Idee und Form steht das Werk „Vergangenheit - Zukunft“ von Daniela Schönemann aus Halle.

Mit Blick aufs Dorf stehen zwei ähnliche, aber nicht identische, Figuren nebeneinander. Sie schauen in die Ferne. Die Blicke fixieren keinen Gegenstand, sie blicken in irgendeine Zukunft oder Vergangenheit.

(6) „Lebensgeschichten“ 

„Lebensgeschichten“ von Berthold Grzywatz aus Ahnatal vollenden den Rundweg. Das Werk verweist auf die Existenz des Menschen.

(7) „Dorftheater“ 

Nach zwei Stunden Wanderung erreicht man dann das Ziel: Die Wanderscheune. Wer zu Beginn der Route das „Dorftheater“ ausgelassen hat, hat nun die Gelegenheit, das Werk von Jürgen Raiber aus Mölbis bei Leipzig zu betrachten. Die vier Meter lange Eichenskulptur liegt auf dem Dorfplatz und lässt mit drei eingebauten Sitzen den Betrachter Teil des Kunstwerkes werden.

Die Kosten für den neuen Rundweg in Nausis belaufen sich auf 20 700 Euro. 14 000 Euro stammen aus Fördermitteln aus dem Leaderprogramm.

Hintergrund: Einweihung und 15-jähriges Bestehen 

Am Sonntag, 17. Juli, wird die neue Route ab 10 Uhr eröffnet und gleichzeitig das 15-jährige Bestehen von Ars Natura gefeiert. Nach Grußworten findet eine geführte Wanderung über den vier Kilometer langen Weg statt. Die Wanderung über den neuen Rundweg dauert etwa zwei Stunden und wird gegen 12.15 Uhr beendet sein. Ab 15 Uhr gibt es an der Wanderscheune einen Diavortrag über die Kunstwerke von Ars Natura. Musikalisch begleitet wird der Tag von der Band „Vision Earth“. Für Verpflegung sorgen an dem Tag die Landfrauen aus Nausis.

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