Glück gehabt: Rauchmelder rettete Familie

Feuerwehr im Einsatz Foto: Wenderoth

Kirchhof. Das laute Pfeiffen der Rauchmelder hat in der Nacht zum Freitag eine dreiköpfige Familie vermutlich vor dem Erstickungstod gerettet. Durch einen Brand im Schornstein war Rauch in das Haus eingedrungen.

Es war kurz nach Mitternacht, die Familie schlief schon, als der 38-jährige Familienvater die lauten Geräusche hörte und auch Brandrauch in dem Fachwerkhaus in der Straße hinter der Mauer bemerkte. Sofort weckte er seine Familie und brachte sie in Sicherheit.

Schornsteinbrand: Rauchmelder rettete Familie

Das Ehepaar und auch die 7-jährige Tochter blieben unverletzt Auch der Familienhund war mittlerweile unruhig geworden, er konnte ebenfalls unverletzt ins Freie gelangen. Der Familienvater stellte dann fest, dass der Rauch aus der Schornsteinklappe kam und Funken und Flammen aus dem Schornstein schlugen. Von der Feststoffheizungsanlage im Keller ausgehend war Glanzruss in dem Schornstein in Brand geraten. Sofort alarmierte er über Notruf 112 die Feuerwehr.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Kirchhof, Melsungen, Kehrenbach und Günsterode waren mit insgesamt 37 Einsatzkräften unter der Leitung des Melsunger Stadtbrandinspektors Frank Ebert im Einsatz. Sie bauten vorsorglich eine Löschwasserversorgung zu dem betroffenen Gebäude auf und überprüften alle betroffenen Räume in dem Haus auf versteckte Glutnester.

Glücklicherweise hatte aber der Schornstein den enormen Temperaturen standgehalten und es war nicht zu Schäden in dem Gebäude selbst oder in der Umgebung gekommen.

Ein Gebäudebrand hätte bei der engen Bebauung in dem Ortskern des Melsunger Stadtteils schnell zu einer Katastrophe führen können. Bezirksschornsteinfegermeister Thomas Pape aus Felsberg reinigte gemeinsame mit den Feuerwehrleuten den Kamin und gab die Heizungsanlage anschließend zum weiteren Betrieb frei, so dass die Familie nicht in der Kälte sitzen musste.

Der Familienvater zog folgendes Fazit: „Wer weis, ob wir noch leben würden, wenn wir keine Rauchmelder gehabt hätten. Die Anschaffung und installation dieser kleinen Geräte hat unser Leben gerettet.“ (zot)

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