Zusammenarbeit mit ökumenisch-christlicher Gemeinschaft

Spangenberger Himmelsfels wird Partner der Landeskirche

Spangenberg. Der in Spangenberg teilweise umstrittene Himmelsfels ist jetzt offizieller Partner der Evangelischen Landeskirche Kurhessen Waldeck.

In einem Positionspapier wurde die Zusammenarbeit von Landeskirche und Himmelsfels erstmals manifestiert, teilt Ruth Gütter, Ökumene-Dezernentin der Landeskirche, mit. „Der Himmelsfels ist ein idealer Lernort für eine interkulturelle Kirche.“ Ziel sei es, die Arbeit des Himmelsfels‘ finanziell besser abzusichern.

Der Himmelsfels in Spangenberg ist seit 2007 Ort einer ökumenisch-christlichen Gemeinschaft, die sich als Brückenbauer zwischen Nationen, Kulturen und Konfessionen versteht. Positioniert hatte sich die Landeskirche zu dieser Gemeinschaft bislang noch nicht. In Spangenberg steht der Himmelsfels aufgrund seiner neuen Formen für kulturelles Leben in der Kirche sowie der vielen Betätigungsfelder in der Sozialarbeit bei einigen in der Kritik. So soll der Himmelsfels zu vereinnahmend auftreten.

Laut Positionspapier soll der Himmelsfels künftig einen festen Platz in der Kollektenordnung der Landeskirche erhalten. Das bedeutet, dass einmal jährlich an einem festen Tag die Kollekte aller Gottesdienste in der Landeskirche an den Himmelsfels gehen. Premiere war Himmelfahrt 2014: Damals waren 25 000 Euro zusammengekommen. Zudem empfiehlt die Landeskirche ihren Gemeinden, den Himmelsfels mit Konfi-Gruppen und Jugendfreizeiten zu besuchen.

„Der Himmelsfels ist eine absolute Bereicherung für unsere Kirchenlandschaft“, sagt Norbert Mecke, Dekan des Kirchenkreises Melsungen. Die Gemeinden könnten dabei viel lernen, „speziell bei der Willkommenskultur, die für uns noch Neuland ist“. Die Himmelsfels-Mitarbeiter hätten jahrelange Erfahrung mit Menschen anderer Länder, Kulturen und Sprachen. Er betont, dass der Himmelsfels durch das Positionspapier nicht vereinnamt werde. Gleichwohl komme es öfter vor, dass sich die Landeskirche mit Initiativen vernetze.

Zum Hintergrund

Wo sich heute der Himmelsfels in Spangenberg befindet, wurde von der Familie Pfetzing bis 1962 ein Kalkwerk betrieben. Zurück blieb eine Grube, die über die Jahre mit Bauschutt gefüllt wurde. Im Jahr 2003 verstarb Werner Pfetzing.

Seine Frau Herta rief 2007 die gemeinnützige, ökumenische Werner Pfetzing-Stiftung ins Leben. Deren Vorsitzender ist Pfarrer Johannes Weth.

Das Zentrum der Stiftungsarbeit ist der Himmelsfels, der sich als Brückenbauer zwischen Nationen, Kulturen und Konfessionen sieht. Die Stiftung möchte als Impulsgeber für neue Formen kulturellen Lebens in Kirche und Gesellschaft dienen.

Hier kann man das Positionspapier als Pdf herunterladen.

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Malmus

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