Tipps: Wie Veranstalter ihr Fest schützen können

Schwalm-Eder. Wer im Schwalm-Eder-Kreis eine Kirmes oder eine sonstige Publikumsveranstaltung plant, kann sich ausführliche Handreichungen holen, wie man heraufziehenden Ärger erkennt und Gefahrsituationen für die Besucher vermeidet.

Die Unterlagen sind erhältilich bei den kommunalen Ordnungsämtern, wo die Veranstaltungen angemeldet werden müssen.

Sie enthalten beispielsweise Tipps, wie man ungebetenen Besuchern korrekt die Tür weist, wie man schon im Vorfeld Hausverbote gegen notorische Krawallmacher ausspricht, an wen man tunlichst keinen Alkohol ausschenken sollte und wie man gewaltbereite Besucher zum Beispiel an rechtsradikalen Utensilien, Prügelwerkzeug oder an ihrem Verhalten gegenüber anderen Gästen erkennt. Nicht zuletzt gibt es auch Verhaltenstipps fürs Veranstaltungspersonal sowie Ansprechpartner und Rufnummern für den Notfall.

Erarbeitet worden sind die Handreichungen von der Kreisverwaltung in Zusammenarbeit mit Polizei, Gewerbeaufsicht und Ordnungsämtern, sagt Polizeisprecher Reinhard Giesa. In fast allen 27 Städten und Gemeinden des Landkreises habe die Polizei Schwalm-Eder das Informationsangebot im Kreis örtlicher Festveranstalter vorgestellt.

Anlass für die Initiative war laut Giesa ein Runder Tisch zum Jugendschutz auf Landkreisebene im Jahr 2007. Damals registrierte man mit Sorge die unter Jugendlichen immer mehr verbreitete Unsitte des Komasaufens - dem Alkoholkonsum, bis im Wortsinn der Arzt kommt - sowie eine zunehmende Zahl von Prügeleien unter Alkoholeinfluss.

Ab 2008 kam es dann im Südkreis vermehrt zu Überfällen rechtsradikaler Schläger auf Kirmesfeste. Gerade auch vor diesem Hintergrund wollte man den Veranstaltern Hilfestellungen an die Hand geben. Inzwischen ist es laut Polizeisprecher Giesa die Regel, dass Kirmesveranstalter nur noch dann eine Genehmigung von den Ordnungsämtern bekommen, wenn sie eine Sicherheitsfirma engagieren. (asz)

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