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Abwasser der Bovender Bergdörfer wird nun in Nörtener Kläranlage gereinigt

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Gemeinsam für die Fotografen am Rad gedreht: Die Bürgermeisterinnen Heidrun Bäcker (rechts) und Astrid Klinkert-Kittel weihten gestern die neue Transportleitung ein. Das Schmutzwasser der Bergdörfer fließt bereits seit 15. Oktober nach Nörten. Foto:  Oschmann
Gemeinsam für die Fotografen am Rad gedreht: Die Bürgermeisterinnen Heidrun Bäcker (rechts) und Astrid Klinkert-Kittel weihten gestern die neue Transportleitung ein. Das Schmutzwasser der Bergdörfer fließt bereits seit 15. Oktober nach Nörten. Foto:  Oschmann

Nörten-Hardenberg. „Das ist eine Win-Win-Situation, wie sie besser nicht sein könnte.“ - Mit diesen Worten beschrieb Bovendens Bürgermeisterin Heidrun Bäcker die Inbetriebnahme der neuen Transportleitung im Rodetal.

Durch sie wird das Schmutzwasser der Bergdörfer Reyershausen, Spanbeck und Billingshausen ins Nörtener Klärwerk geleitet und dort gereinigt.

Nörtens Verwaltungschefin Astrid Klinkert-Kittel stimmte dieser Einschätzung ihrer Amtskollegin uneingeschränkt zu. „Die Bovender sind froh, dass sie das Abwasser los sind, und wir sind froh, dass wir es bekommen.“

Die Situation sieht so aus: Das Schmutzwasser aus den genannten drei Dörfern wurde bislang in der aus dem Jahr 1967 stammenden und inzwischen völlig überalterten Kläranlage nahe des Hotels Rodetal gereinigt. Die Anlage wurde bereits mehrfach saniert. Das hätte jetzt mit einem erheblichen finanziellen Aufwand erneut passieren müssen, um auf einen einigermaßen modernen Level zu gelangen, sagte Bäcker.

Stattdessen haben sich die beiden Nachbarkommunen vor einigen Jahren an einen Tisch gesetzt und sich auf das mit Unterstützung des Ingenieurbüros Lüdecke jetzt verwirklichte Projekt verständigt. Für die Bovender Bürgermeisterin steht fest: „Egal, was wir gemacht und investiert hätte, ein so gutes Reinigungsergebnis wie im Nörtener Klärwerk hätten wir nie erreicht.“

Die Nörtener standen der Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde von Anfang an aufgeschlossen gegenüber, denn die Kapazitäten im Nörtener Klärwerk sind groß genug, um die täglich bei etwa 500 Kubikmeter liegende Abwassermenge der 2000 Einwohner der Bergdörfer problemlos aufzunehmen. „Eine bessere Auslastung unserer Anlage senkt natürlich die Fixkosten“, so Klinkert-Kittel.

Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf 1,35 Millionen Euro, wobei die 1,2 Kilometer lange Transportleitung vom jetzt abgeschalteten Rodetal-Klärwerk nach Nörten den Löwenanteil verschlingt. Nörten hat die Baumaßnahme finanziert, Bovenden übernimmt den Schuldendienst. Das nicht mehr benötigte Klärwerk soll 2013 abgerissen werden.

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