Helios schließt die Kreißsäle in Gandersheimer Klinik

Schließt die Geburtshilfe: Die Helios-Klinik in Bad Gandersheim. Foto: nh

Bad Gandersheim. Die Geburtshilfe in der Helios-Klinik Bad Gandersheim wird zum Jahresende ihre Pforten schließen. Das teilte der Helios-Konzern am Freitag mit. Da einer der beiden Belegärzte, die die Kreißsäle mit sechs Hebammen betreiben, die Klinik Ende Oktober verlasse, sei eine sichere Versorgung langfristig nicht mehr möglich, heißt es zur Begründung.

Zuletzt wurden im Bad Ganderheimer Helios-Krankenhaus rund 220 Geburten jährlich registriert. Bei Entbindungen werde man künftig eng mit der Helios-Klinik in Northeim zusammenarbeiten, sagte der Geschäftsführer der Gandersheimer Klinik, Johannes Richter.

Die sechs Hebammen, die bislang in der Kurstadt tätig sind, hätten das Angebot erhalten, in den Helios-Kliniken in Northeim oder Herzberg weiterbeschäftigt zu werden.

Im Gandersheimer Helios-Krankenhaus wird nach Auskunft der Klinik Dr. Oliver Meißner weiterhin als Belegarzt tätig sein. „Gynäkologische Operationen sowie die stationäre gynäkologische Versorgung unserer Patientinnen sind damit weiter sichergestellt“, versichert Dr. Stefan Kolbeck, Ärztlicher Direktor der Helios-Klinik Bad Gandersheim.

Zudem bleibe in der Kurstadt die gynäkologische Praxis mit angeschlossener Hebammenpraxis bestehen, so dass die Vor- und Nachsorge von Schwangeren gewährleistet sei. Auch die Notaufnahme in Gandersheim stehe weiterhin rund um die Uhr für die Erstversorgung von Patientinnen zur Verfügung. Geburten werde es allerdings in Bad Gandersheim im nächsten Jahr nicht mehr geben.

Bad Gandersheims Bürgermeisterin Franziska Schwarz bedauert die Entscheidung von Helios. „Das ist ein sehr traurige Entscheidung für die Stadt.“ Die Argumente des Konzerns seien für sie nicht nachvollziehbar, zumal die Geburtshilfe in der Kurstadt sich einen sehr guten Ruf erarbeitet habe. „Wir hätten uns stattdessen gewünscht, dass die Geburtshilfe in Gandersheim konzentriert wird.“ (goe)

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