Bauern bekommen 2017 weniger Geld für Zuckerrüben

Zum letzten Mal mit Quote: Die Zuckerrübenernte läuft. Foto: dpa

Northeim. Auf die Zuckerrübenanbauer kommen möglicherweise schwierige Zeiten zu.

Grund dafür ist, dass die bisher von der EU verordneten Vermarktungsquoten, mit denen die Landwirte bislang bei der Produktion planen konnten, ab 2017 wegfallen.

„Die neue Regelung bringt nicht nur für die Bauern, sondern auch für die Fabriken Unsicherheiten und Risiken“, sagt Hartmut Danne, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Northeim-Osterode. „Auf der anderen Seite bietet der Wegfall der Quoten aber auch Chancen, denn bislang war es so, dass wir selbst dann, wenn der Bedarf an Zucker auf dem Weltmarkt höher als erwartet war, nicht mehr Zucker losgeworden sind, und das könnte sich jetzt ändern.“ Insofern sei aus Sicht der Landwirte noch nicht abzuschätzen, ob sich die Neuregelung positiv oder negativ auswirken werde.

Klar sei aber, dass künftig die Marktwirtschaft und die Preisentwicklung auf dem Weltmarkt bei der Zuckerproduktion eine weitaus größere Rolle spielen werden. „Wir leben in einer Export-Nation, die vom freien Weltmarkt lebt, insofern müssen wir das natürlich akzeptieren, allerdings hatten wir damit gerechnet, dass die Quote erst 2020 fällt.“ In der jetzt laufenden Ernteperiode 2016 erhalten die Landwirte nach der noch bestehenden Quotenregelung durchschnittlich 34 Euro pro Tonne Zuckerrüben. Ab 2017 werden es dann durchschnittlich nur noch 30 Euro sein, wobei den norddeutschen Rübenanbauern künftig drei Vertragsmodelle zur Auswahl stehen:

• ein Ein-Jahresvertrag mit einem Festpreis von 29 Euro je Tonne,

• ein Ein-Jahresvertrag mit variablem Rübenpreis zwischen 30,17 (bei einem Zuckerpreis von 425 Euro je Tonne) und 31,90 Euro je Tonne (Zuckerpreis 450 Euro je Tonne) und

• ein Drei-Jahresvertrag mit einem Festpreis von 31 Euro je Tonne. Zum Tage

(nik)

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