Baulandpreise im Kreis Northeim sind stabil

Präsentieren den neuen Grundstücksmarktbericht: Ingo Gerloff und Frank Sander vom Gutachterausschuss. Foto: Gödecke

Northeim. Die Preise für Bauland haben sich im Kreis Northeim trotz um 40 Prozent gestiegener Verkäufe kaum verändert. Gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser sind leicht um durchschnittlich drei Prozent teuer geworden. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht hervor, den der beim Northeimer Katasteramt angesiedelte Gutachterausschuss vorstellte.

Für Ackerland hingegen mussten Käufer im Kreis Northeim 2015 durchschnittlich acht Prozent mehr Geld hinlegen. Seit 2009 stiegen die Preise sogar um 55 Prozent. Dies, so betonte der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Dipl. Ing. Ingo Gerloff, sei mit auf die hohe Nachfrage wegen des verstärkten Anbaus von Bioenergie-Pflanzen zurückzuführen.

Ein Trend hat sich auch 2015 fortgesetzt: Die Preisentwicklung für Bauland und Häuser in den Städten und auf dem Land klafft immer weiter auseinander. Während in Northeim, Einbeck, Bad Gandersheim und im Einzugsbereich Göttingens die Preise steigen, stagnieren sie in ländlichen Gemeinden oder sinken sogar.

Das Quartier mit dem höchsten Baulandpreisen ist nach wie vor das Wieterviertel in Northeim, wo die Gutachter nach Auswertung der Kaufverträge einen Bodenrichtwert von 130 Euro/m2 ermittelten. Mit 110 Euro folgt das Baugebiet „Hinter dem Schlittenberge“ in Angerstein. Die 40 Bauplätze in diesem Gebiet seien im Nu ausverkauft gewesen, weiß Gerloff zu berichten. Es habe dafür rund 120 Interessenten gegeben.

Deutlich niedriger sind die Preise für erschlossene Grundstücke in kleineren Orten am Rande des Kreisgebiets. Im Baugebiet Siechenanger-Nord in Lindau beispielsweise ist Bauland schon ab 40 Euro/Quadratmeter zu haben.

Höchstpreis: 655.000 Euro

Die Gutachter ermittelten auch Durchschnittspreise für Häuser. So kostet ein 150 Quadratmeter großes Einfamilienhaus, Baujahr 1970, mit einem 800 Quadratmeter großen Grundstück in Northeim durchschnittlich 175 000 Euro, in Uslar wäre es für 135 000 Euro, in ländlichen Gebieten für 100 000 Euro zu haben. Der höchste für ein Ein-/Zweifamilienhaus registrierte Kaufpreis lag 2015 bei 655 000 Euro.

Das ist der Grundstücksmarktbericht

Zur Ermittlung der Preisentwicklung auf dem Grundstücksmarkt sind bei den Regionaldirektionen des Landesamts für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen Gutachterausschüsse eingerichtet, die Jahresberichte vorlegen. Der Northeimer Ausschuss ist für die Kreise Northeim, Göttingen, Goslar, Holzminden und Osterode zuständig und wertet die in diesem Bereich anfallenden Kaufverträge anonym aus.

Die Ergebnisse zur Preisentwicklung veröffentlicht er jährlich im Grundstücksmarktbericht. Das 2016er-Exemplar gibt es für 50 Euro beim Katasteramt, 05551/965-259, es kann aber auch für 40 Euro aus dem Internet heruntergeladen werden. www.gag.niedersachsen.de

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