Alexander Mollenhauer aus Moringen betreibt seit Oktober eine Hausbrauerei

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Prost: Alexander Mollenhauer (links) hat mit Hilfe von Frithjof Rüttgeroth die Bierbrautradition in Moringen wieder zum Leben erweckt und seine eigene Hausbrauerei auf die Beine gestellt.

Moringen. Viele Ideen werden aus einer Bierlaune heraus geboren, und die meisten davon erweisen sich im Nachhinein als nicht besonders gut - insbesondere, wenn Bier dabei eine tragende Rolle spielt. Aber bei Alexander Mollenhauer ist genau das Gegenteil der Fall.

Der 34-jährige Moringer hat daraus eine Geschäftsidee gemacht und im Oktober seine Hausbrauerei eröffnet.

Schon in seiner Kindheit habe er sich fürs Kochen, Einwecken und Saftkeltern interessiert und der Großmutter dabei zugeschaut, verrät er. Doch sein beruflicher Werdegang entwickelte sich zunächst in eine ganz andere Richtung, denn nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung als Ver- und Entsorger und war unter anderem in der Northeimer Kläranlage tätig.

Dass er irgendwann einmal die Moringer Brautradition wieder zum Leben erwecken würde, hatte niemand voraussehenen können, als er vor sechs Jahren seinen Freund Frithjof Rüttgeroth bei einer Feier fragte, wie man eigentlich Bier herstellt. Als ausgebildeter Brauer und Mälzer konnte der ihm natürlich erklären, wie das funktioniert und was man dafür benötigt.

Im Wecktopf ging's los

Mollenhauer besorgte sich die nötigen Zutaten und begann schließlich mit dem Brauen. „Mein erstes Bier entstand in den alten Wecktöpfen meiner Oma“, sagt Mollenhauer. „Und das hat mir so gut geschmeckt, dass ich auf alle Fälle weitermachen wollte.“

Es dauerte nicht lange, bis man im Freundes- und Bekanntenkreis sein Bier zu schätzen wusste. Und als einige Getränkemärkte der Region es sogar ins Sortiment aufnahmen, wagte Mollenhauer den Schritt, sich ein professionelles Equipment zuzulegen und seine Garage auf dem Grundstück an der Theodor-Storm-Straße zur Brauerei umzufunktionieren.

Nachdem die Auflagen des Gewerbeaufsichtsamts erfüllt waren, nahm die Hausbrauerei Mollenhauer schließlich die Produktion auf. Die beträgt pro Monat jetzt etwa 1000 Liter - in drei verschiedenen Sorten: Pils, Bock und Weizen. Die Abfüllung in die braunen Bügelflaschen erfolgt per Hand, ebenso wie das Aufkleben der Etiketten mit dem Drachenkopf.

„Das Logo habe ich mir ausgesucht, weil ich schon als Kind von Drachen fasziniert war“, erklärt Mollenhauer und schmunzelt. Dass er aber damals auch schon vom Gerstensaft begeistert war, zeigt ein altes Foto, das ihn als Knirps mit Bierfass zeigt und in seiner Brauerei natürlich einen Ehrenplatz hat. (nik)

Kontakt: Alexander Mollenhauer, Tel. 05554/4389811

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