Engpass durch Abfallbehälter an Bodenfelder Bushaltestelle beseitigt

Kein Durchkommen: Mehrere Wochen lang versperrte der am neuen Bushaus in Bodenfelde montierte Mülleimer die Durchfahrt für Rollstühle und Kinderwagen auf dem gepflasterten Gehweg. Am Donnerstag wurde das Hindernis abgebaut. Foto: Privat/nh

Bodenfelde. Nach wochenlangem Schriftverkehr haben Bauhof-Mitarbeiter des Fleckens Bodenfelde am Donnerstag einen störenden Mülleimer am neuen Buswartehäuschen an der Raiffeisenstraße abmontiert.

Damit hat die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem Zweckverband Südniedersachsen (ZVSN) auf Proteste reagiert und einen Engpass beseitigt.

Anfang des Jahres ließ der ZVSN das standardisierte Buswartehäuschen aufstellen und den Platz davor pflastern. Als der Mülleimer an der Frontseite zur Straße hin montiert wurde, war für Kinderwagen, Rollatoren und Rollstuhlfahrer kein Durchkommen mehr. Doch wie ist es dazu gekommen?

Eine Antwort darauf liefert Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski. Seit März 2014 stand der Flecken mit dem ZVSN in Göttingen in Kontakt. Der Verband wollte mit seinem barrierefreien Haltestellenprogramm auch Bushaltepunkte im Gebiet des Fleckens erneuern. 75 Prozent der Kosten bezahlte das Land Niedersachsen, 25 Prozent als kommunalem Anteil der ZVSN.

An der Raiffeisenstraße sollte das Wartehaus entsprechend der Einheitlichkeit nicht an der alten Stelle an der Einbuchtung aufgestellt werden, sondern ein paar Meter entfernt. Die Gemeinde wollte nach dem Abriss des alten Gebäudes eine etwa drei Meter breite Lücke in einer Natursteinmauer einer Anwohnerin auf seine Kosten schließen lassen. Im Gegenzug erlaubte die Anliegerin zunächst, das neue Wartehäuschen vor ihrer Grundstücksmauer aufzustellen, wenn Regenwasser nicht an ihrer Mauer abgeleitet werde und Unterhaltungsmaßnahmen an der Mauer möglich blieben. Das sagte die Gemeinde zu.

Doch dann kam es anders. Die Anwohnerin machte gegenüber dem Landkreis Northeim Aspekte des Denkmalschutzes für ihre Natursteinmauer geltend. Daraufhin widerrief der Flecklen seine Zusage, die Mauer auf seine kosten zu schließen. In der Konsequenz wurde entschieden, das Buswartehäuschen mit etwa 70 Zentimeter Abstand von der Mauer auf dem Gehweg aufzustellen. Mit der Folge, dass bis zum Bordstein an der Straße hin auch nur noch knapp 95 Zentimeter Platz blieben. Eigentlich ausreichend – nicht aber nach der Montage des Mülleimers.

Nach der Demontage und noch vor der eigentlichen Bauabnahme der Anlage soll jetzt entschieden werden, an welcher Stelle der Behälter montiert werden kann, ohne dass er stört.

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