Friedliches Zusammenleben im Wahmbecker Flüchtlingsheim bei halbvoller Belegung

Ort der Kommunikation: Der großen Speisesaal des ehemaligen Freizeitheims in Wahmbeck ist für Flüchtlinge und im Haus der Integration Beschäftigte zu einem wichtigen Treffpunkt geworden, sagt Leiterin Barbara Fischer (stehend). Foto: Dumnitz

Wahmbeck. Mit 46 Bewohnern ist das Haus der Integration in Wahmbeck als Unterkunft für Flüchtlinge fast zur Hälfte belegt.

Nach dem Ankommen der ersten Familien und Einzelpersonen in der vergangenen Woche habe sich ein friedliches Miteinander entwickelt, sagte Hausleiterin Barbara Fischer. Platz hat das ehemalige Freizeitheim des Kirchenkreises Leine-Solling nahe der Weser für 104 Personen.

Als Mittelpunkt des gemeinschaftlichen Lebens habe sich der große Speiseraum entwickelt, heißt es. Die aus Uslar stammende Farah El Osman ist als Dolmetscherin beim DRK-Kreisverband Göttingen-Northeim als Betreiber der Flüchtlingsunterkunft angestellt und leiste wertvolle Dienste, lobte Barbara Fischer. Die meisten Bewohner seien Iraker, da sei die Verständigung manchmal noch ein Hindernis. Drei der Flüchtlingskinder nahmen schon an einem Schnupperunterricht in der Grundschule in Lippoldsberg teil, drei ältere Kinder seien an der Bodenfelder Gesamtschule angemeldet.

Die Flüchtlinge fühlen sich laut Fischer wohl in ihren Zimmern und im gesamten Haus. Bisher laufe alles tadellos. Damit meint sie den Betrieb und die Kooperation mit den rund zehn Beschäftigten in Küche und Verwaltung, den Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes und den Flüchtlingen. Es hätten auch schon Kinder aus Wahmbeck vor der Tür gestanden und nachgefragt, ob sie mit den Flüchtlingskindern spielen könnten.

Das sei im Haus möglich, sagte Fischer, die sich vorstellen kann, demnächst einen Tag der Begegnung mit den Hausbewohnern und den Einwohnern des Weser-Dorfes zu organisieren.

Nach Erkundungen ihres neuen Wohnortes haben die Flüchtlinge festgestellt, dass im Dorf keine Einkaufsmöglichkeit besteht. Deshalb werde der Fußweg am Flussufer gern genutzt. Durch Spenden stehen sogar einige Fahrräder in der Garage zur Verfügung. Und manchmal fahre auch ein Bus des DRK, um die Flüchtlinge zur Anmeldung zur Gemeindeverwaltung oder zum Arzt und Einkauf zu fahren.

Vorkommnisse habe es bisher nicht gegeben, sagt Barbara Fischer. Demnächst solle ein Deutschkurs über die Kreisvolkshochschule im Haus organisiert werden. Die Bewohner seien wissbegierig, hieß es weiter. An Spenden werde derzeit nichts benötigt. 

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