Gemeinderat beschließt Nachtragshaushalt wegen Mehrkosten

Gerätehaus für die Feuerwehr in Bodenfelde wird teurer

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Noch eine Baustelle: Das neue Feuerwehrhaus auf dem früheren Schulgelände in Bodenfelde. Der Neubau verteuerte sich unter anderem durch dicke Restfundamente (vorn) eines Ex-Schulgebäudes, die zusätzlich teuer entsorgt werden müssen. 

Bodenfelde. Das Feuerwehrgerätehaus kommt die Gemeinde Bodenfelde doppelt so teuer wie einst gedacht. Um die letzten Gewerke und Pflasterarbeiten bezahlen zu können, hat der Gemeinderat einstimmig einen Nachtrag zur Haushaltsatzung 2016 beschlossen.

Laut aktueller Kostenkontrolle wird das Neubauprojekt 92500 Euro teuer und soll damit am Ende 1,063 Millionen Euro kosten. 55 000 Euro Mehrkosten habe der Architekt angemeldet, informierte Bürgermeister Mirko von Pietrowski. Weitere 10 000 Euro kostet die Außenanlage. Dazu kommen Gebühren und Baunebenkosten.

Im Rat erinnerte der Bürgermeister noch einmal an daran, dass man vor Jahren, als die Feuerwehrunfallkasse das alte Gerätehaus als nicht mehr zukunftsfähig eingeschätzt hatte, von ganz anderen Preisen ausgegangen war. Als der Flecken das Projekt in die mittelfristige Planung einbezogen hat, war von rund 500 000 Euro Baukosten die Rede. Die erste Kostenannahme mit vier Stellplätze für Feuerwehrfahrzeuge sei dann auf 743 000 Euro gekommen, erinnerte der Bürgermeister. Die Kostenschätzung im Januar 2016 lag dann bei 972 000 Euro. Auch die reichen nicht.

Durch den Nachtrag zum Haushalt ändere sich der Kreditbedarf der Gemeinde allerdings nicht, sagte der Bürgermeister. Grund seien mehr Gewerbesteuern als erwartet. Außerdem werde man sich vorerst vom Kindergartenbus für Wahmbeck verabschieden.

Grundsätzlich mache ihm die Verschuldung der Gemeinde Sorgen, sagte von Pietrowski. Die Gemeinde müssen ihren Haushalten künftig so gestalten, dass Investitionen aus laufenden Einnahmen zu tilgen seien. Angesichts der Schuldentragfähigkeit werde es schwierig, Investitionen zu platzieren. Oft seien es Regularien, „die alles so teuer machen“. Den Neubau des Gerätehauses bezeichnete der Bürgermeister trotz allem jedoch als „etwas Gutes für Bodenfelde“.

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