Zwei Kilometer Weser-Radweg sollen bei Bodenfelde auf drei Meter verbreitert werden

Der zweitbeliebteste Radwanderweg in Deutschland: Der Weg entlang der Weser. Niedersachsens Verkehrs- und Tourismusminister Olaf Lies geb jetzt einen 255 000 Euro-Förderbescheid in Bodenfelde ab, um ein Teilstück baulich zu verbreitern. Archivfoto:  Privat/nh

Der Weser-Radweg ist Teil des von Bund und Ländern eingerichteten Radwegs Deutsche Einheit und hat als touristische Attraktion einen hohen nationalen Stellenwert. Das sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Olaf Lies am Donnerstag bei der Übergabe eines Förderbescheides über rund 255.000 Euro an Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski. Für 510.000 Euro soll der Weg bei Bodenfelde verbreitert werden.

Bodenfelde. Tourismus sollte nach Ansicht von Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) nicht länger als „Freiwillige Leistung“ etwa vom Finanzministerium eingestuft werden, vor allem, wenn es um den Haushalt von klammen Kommunen geht.

„Tourismus muss als Branche anerkannt sein“, sagte Lies am Donnerstag im Bodenfelder Rathaus, als er einen Förderbescheid über rund 255.000 Euro als Zuschuss für eine Verbreiterung des Weserbergland-Radwanderweges an Verwaltungschef Mirko von Pietrowski übergab. Das Gesamtprojekt kostet rund 510.000 Euro. Neben dem Fördergeld aus dem Topf des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) und der Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) steuert auch das Niedersächsische Finanzministerium noch einen weiteren Geldbetrag bei. Rund 230.000 Euro bekommt der klamme Flecken als Bedarfszuweisung, um den Eigenanteil trotz leerer Kasse stemmen zu können.

Der Flecken muss so nur noch 25.000 Euro für die Verbreiterung auf drei Meter des zwei Kilometer langen Teilstücks des Weserweges von der Schlagd in Bodenfelde entlang am Weserufer bis auf Höhe der Grillhütte am Kahlberg aus seinem Investitionsprogramm bezahlen. Die beschlossene Verbreiterung erhöhe die Verkehrssicherheit und ermögliche, „die landschaftlichen Reize und historischen Bauwerke in Bodenfelde entspannt zu genießen“, hieß es im Rathaus.

Neben Ratsmitgliedern und dem Ersten Kreisrat Dr. Hartmut Heuer vom Landkreis Northeim nahmen unter anderem auch die Tourismus-Vertreter Petra und Theo Wegener vom Weserbergland-Tourismus (Hameln) und der Solling-Vogler-Region im Weserbergland (Neuhaus) teil. Beide Geschäftsführer unterstrichen die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die Region und forderten Lies auf, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass der Tourismus nicht länger als „Freiwillige Leistung“ eingestuft bleibe. Auch Heuer stimmte der Forderung zu.

Durch die Verbreiterung des Weserweges, die bis April 2017 abgeschlossen sein soll, werde die Gesamtqualität des deutschlandweit zweitbeliebtesten Radweges weiter verbessert. Das reiche zwar nicht, um die Region gänzlich zu entwickeln, sagte Lies, aber es sei ein wichtiger Teil, um die Region zum Leben oder als Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen. Somit sei die Förderung ein Signal für die weitere Entwicklung an der Region Oberweser.

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