Bürgermeisterin bittet im Tarifstreit im Einbecker Krankenhaus zum Runden Tisch

Einbeck. Bürgermeisterin Dr. Sabine Michalek hat Gewerkschaften und die Geschäftsführung des Bürgerspitals zu einem Runden Tisch über die Tarifsituation im Einbecker Krankenhaus eingeladen.

Sie hat sich als Vermittlerin eingeschaltet, nachdem in den vergangenen Monaten Gespräche über die Fortführung eines Zukunftssicherungstarifes zwischen den Parteien nicht zustande gekommen waren.

SabineMichalek

Der Sanierungstarifvertrag war Ende April ausgelaufen, in den folgenden Monaten waren aber nicht wieder die ursprünglichen Tarifgehälter gezahlt worden. Mitarbeiter hatten während der Sanierungsphase auf 8,5 Prozentdes Entgelts verzichtet. Die Gewerkschaften Verdi und der Marburger Bund hatten massive Vorwürfe gegen die Geschäftsführung erhoben (HNA berichtete). Das Vermittlungsgespräch am Runden Tisch, das Anfang Dezember stattfinden wird, soll deeskalierend wirken.

„Wir sehen eine echte Chance, wieder eine Sachdiskussion im Sinne der Mitarbeiter und Patienten zu führen“, erklärte der medizinische Geschäftsführer des Bürgerspitals, Dr. Olaf Städtler. Gemeinsam hätten Mitarbeiter und Gesellschafter mit der Sanierung der Klinik bislang viel erreicht. Städtler: „Wir sind überzeugt, dass der langfristige Erhalt des Bürgerspitals für die Region nach wie vor erklärtes Ziel aller Beteiligten ist.“

Verdi und die Vertreter des Einbecker Bürgerspitals haben ihre Teilnahme am Runden Tisch bereits zugesagt. Der Marburger Bund hat sich noch keine abschließende Meinung gebildet, wie Sprecherin Stephanie Walter der HNA sagte. Verdi-Gewerkschaftssekretärin Julia Niekamp findet es befremdlich, mit der Ankündigung eines Vermittlungsgesprächs gleich an die Öffentlichkeit zu gehen und warnte: „Niemand sollte den Runden Tisch mit Tarifverhandlungen verwechseln.“

Unterdessen teilte das Bürgerspital mit, dass sich die Klinik und der kaufmännische Geschäftsführer Hauke Heißmeyer einvernehmlich trennen werden. Heißmeyer war seit Mitte Oktober freigestellt (HNA berichtete). Als Gründe für das Ende der Zusammenarbeit wurden „unterschiedliche Beurteilungsweisen von Vorgehensweisen und Entwicklungen im Einbecker Bürgerspital“ genannt. (zfb)

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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