Burgbergschule: Jubelrufe beim ersten Apfelsafttropfen

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Ein Glücksmoment: Burgberg-Schulleiter Matthias Hanke schenkte den Kindern ein wenig Saft in die Becher. Der reichte gerade, um den Boden zu bedecken. 

Schüler lernten bei der Projektwoche einiges über Äpfel und deren Verarbeitung in der Presse.

Da waren sogar kleine Jubelrufe zu hören: „Jetzt kommt endlich was“, riefen einige Mädchen und Jungen wie aus einem Mund, als die ersten Tropfen Apfelsaft aus der Presse rannen.

Praktikant Marcel Just von der benachbarten Rhumetalschule hatte schon gestöhnt: „Das geht aber ganz schön schwer!“ Die erste Füllung hatte nicht gereicht, um auch nur einen Tropfen Saft zu gewinnen. Schulleiter Mathias Hanke griff hilfreich ein und spornte die Apfel-Schnippler der gerade frisch von der benachbarten Streuobstwiese aufgelesenen Äpfel an: „Wir brauchen Nachschub!“

Dann kam der Glücksmoment: Der frisch gepresste Saft wurde zum Probieren ausgeschenkt und mundete durchaus.

Das Saftpressen gehörte zur Projektwoche der Burgbergschule, die unter dem Titel „Apfel“ stand. Doch die Kinder lernten eine ganze Menge mehr, so bei Rundgängen um die Lehranstalt mit dem aus Berka stammenden Waldpädagogen Helmut Schröder.

„Man merkt sehr schnell, ob die Natur für die Mädchen und Jungen daheim eine Rolle spielt“, sagte Schröder, der in seiner ehrenamtlichen Funktion im Nationalpark Harz als Führer unterwegs ist. „Einige kennen sogar Tiere wie Marder und Eulen, oft von ihren Opas.“

Die Klassenlehrerin der 2a, Annabell Lappan, freute sich, dass ihre Kinder nicht nur mit viel Eifer, sondern auch mit Freude am Werk waren. „So haben wir uns das vorgestellt.“

Inzwischen wurden die gewaschenen Äpfel immer fixer in Spalten geschnitten und zum Stand mit der Presse gebracht. Die war halt klein und diente mehr als Anschauungsobjekt. Aber ein „winziges Schlückchen“ zum Probieren für alle gab es dennoch.

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