Demo gegen Strom-Freileitung: Röhren strahlen von selbst

Kreiensen/Einbeck. Mit einer ungewöhnlichen Aktion demonstrierten rund 60 Aktivisten der Bürgerinitiative Pro Erdkabel bei Einbeck gegen die geplante 380-KV-Höchstspannungsfreileitung durch den Landkreis Northeim.

Sie führten handelsübliche Leuchtstoffröhren mit sich und begaben sich unter eine 220-KV-Freileitung. Ohne Starter und Tricks fingen die Leuchten an, in der Dunkelheit von selbst zu leuchten.

„Der ungewöhnliche Lampionumzug war einerseits sehr stimmungsvoll, andererseits konnte so jeder Teilnehmer die elektro-magnetischen Felder und Ströme erstmals richtig sehen, die stets gesundheitsgefährdend unter einer Trasse herrschen,“ sagte BI-Sprecher Peter Gosslar. Vereinfachend könne man sagen, dass dieses Leuchten die Verluste sind, die bei einer Drehstromübertragung zwangsläufig entstünden, und die von den Verbrauchern mit bezahlt werden müssten. Daher laute die Forderung der Bürgerinitiative weiterhin, dass die Fernleitung nur in Gleichstrom-HGÜ-Technik unter der Erde gebaut werden soll. Diese verursache nur drei Prozent Verlust auf 1000 Kilometer Länge.

Um den Protest und die Widerspruchsmöglichkeiten zu optimieren, plant die Bürgerinitiative laut Gosslar die Umwandlung in einen Verein. Die Gründungsversammlung dafür sei für Dienstag, 18. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Schinkenscheune in der Kreienser Ortschaft Billerbeck vorgesehen.

Ziel sei es, das zukünftige Auftreten gegenüber der Politik, den Behörden und dem Netzbetreiber Tennet zu verstärken. Darüber hinaus erwarte die BI, dass das Netzausbaubeschleunigungsgesetz viel schnellere Reaktionen abverlange, als man erwartet habe.

So würden in der Region noch weitere Trassen geplant, die von Hamburg nach Stuttgart/München und von Magdeburg nach Frankfurt laufen sollen. Hier gelte es besonders aufzupassen. Gosslar: „Dieses konzentrierte Vorgehen sei in der Form einer Bürgerinitiative nur schwer machbar.“ Es fehlten nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch klare Mandate und Kompetenzverteilungen, die nur mit einer festen organisatorischen Struktur eines Vereins möglich würden. (goe)

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