Lastwagen in Stauende: A7 bis mittags gesperrt

Northeim. Zwei Schwerverletzte, eine Leichtverletzte und rund 300.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines schweren Lkw-Unfalls auf der A7 zwischen den Anschlussstellen Northeim-Nord und Echte.
Für die Bergungsarbeiten musste die Autobahn bis mittags in Richtung Norden voll gesperrt werden – was zu einem Verkehrschaos in Northeim führte.
Ausgelöst wurde der Unfall durch einen 41-jährigen Lkw-Fahrer aus Bad Hersfeld, der gegen 1.15 Uhr mit seinem Tieflader auf Höhe von Imbshausen aus noch ungeklärter Ursache laut einer Polizeimeldung ungebremst in den Rückstau an einer
Aktualisiert um 15.30 Uhr
Nachtbaustelle gefahren war. Dabei kippte ein auf der Ladefläche stehender Traktor halb auf die Straße. Nach Angaben der Autobahnpolizei prallte der Lastwagen auf einen stehenden Sattelzug aus Neubrandenburg, der wiederum auf ein vor ihm stehendes Wohnwagen-Gespann aus Dänemark geschoben wurde. Drei weitere Autos wurden durch die Wucht des Aufpralls aufeinander geschoben.
Der 41-Jährige wurde in der Fahrerkabine eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Northeim mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Er wurde laut Polizeibericht ins Northeimer Krankenhaus, der 49-jährige Fahrer des anderen Lkw mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Seesen gebracht. Leichte Verletzungen erlitt die 47-jährige Beifahrerin des Gespanns. Ihr Wohnwagen wurde bei dem Unfall komplett zerstört.
Die Feuerwehr pumpte zwar vor Ort Kraftstoff ab, trotzdem sickerten laut Polizei Betriebsstoffe ins Erdreich neben der Fahrbahn.
In Northeim gab es in Folge des Unfalls lange Staus: Denn anstatt, wie im Radio durchgesagt, großräumig über die B 3 nach Einbeck und dann über die B 64 Richtung Anschlussstelle Seesen auszuweichen, bogen viele Auto- und Lkw-Fahrer Richtung Northeim auf die ausgeschilderte Umleitung U13 ab, die über die B 248 nach Echte führt. Von der Anschlussstelle Northeim-Nord bis zur Kreisel-Baustelle an der Einbecker Landstraße ging es nur im Schneckentempo vorwärts. Offenbar verließen sich auch viele aufs Navigationsgerät statt aufs Radio, so Polizeisprecher Uwe Falkenhain. (fst)
Bilder vom Unfallort
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