14-Jähriger soll Täter sein

Reizgas bei Karnevalsparty in Einbeck: Zehn Menschen verletzt

Holtensen. Bei einer Karnevalsparty im Einbecker Ortsteil Holtensen sind am Samstagabend mehrere Menschen durch Reizgas verletzt worden.

Rettungsdienst und Polizei waren mit mehr als 50 Einsatzkräften vor Ort. Wie die Polizei berichtet, soll ein 14-Jähriger gegen 19.05 Uhr das Reizgas in einer Gaststätte an der Oldendorfer Straße versprüht haben. Es verteilte sich weiträumig im Saal. Zehn Menschen wurden leicht verletzt und mussten zum Teil im Krankenhaus behandelt werden.

Der 14-Jährige hatte die Gaststätte bei Eintreffen der Polizei bereits verlassen. Die Beamten trafen ihn schließlich zu Hause an und befragten ihn im Beisein seiner Eltern. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilt die Polizei mit.

Der Rettungsleitstelle war zunächst gemeldet worden, dass zwölf bis 20 Menschen durch das Reizgas verletzt seien. Diese Zahl wurde dann aber nach unten korrigiert. In der Gaststätte feierten am Abend rund 200 Menschen, die nachmittags am Umzug des Holtenser Karnevalsvereins teilgenommen hatten.

Zuletzt aktualisiert um 13 Uhr

Neben drei Rettungswagen des Rettungsdienstes, zwei Notärzten, dem Leitenden Notarzt und dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst wurde auch der Patiententransportzug I des Landkreises Northeim alarmiert. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Einbeck waren insgesamt neun Fahrzeuge der DRK-Bereitschaften Einbeck, Uslar, Northeim und Bad Gandersheim mit rund 50 Ehrenamtlichen vor Ort.

Gut eine Stunde später kam es bei derselben Karnevalsparty zu einer weiteren Körperverletzung. Gegen 20.05 Uhr geriet ein 18-Jähriger aus einem Einbecker Ortsteil in einen Streit mit einem 21-jährigen Einbecker. Dabei schlug der 21-Jährige dem 18-Jährigen mit der Faust ins Gesicht, so dass dieser Nasenbluten bekam, heißt es im Polizeibericht.

Vor Ort konnten die Beamten dann aber keine sichtbaren Verletzungen mehr feststellen. Sie sprachen dem Täter einen Platzverweis aus und leiteten ein Strafverfahren wegen einfacher Körperverletzung ein.

In Einbeck hatte es bereits Mitte Januar einen ähnlichen Einsatz gegeben. Da versprühten zwei Mädchen Reizgas im Schulflur.

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