Einbecker Bürgerspital plant Klinikneubau am Stadtrand

Favorisierter Standort: Auf einer Brachefläche am Walkemühlenweg im Süden von Einbeck könnte ein neues Krankenhaus als Gesundheitszentrum für ambulante und stationäre Versorgung entstehen. Foto: Bertram

Einbeck. Bei seinen Überlegungen, das 45 Jahre alte sanierungsbedürftige Krankenhaus durch einen Neubau zu ersetzen, ist das Einbecker Bürgerspital einen Schritt weiter: Stadt Einbeck und Klinik favorisieren ein Areal am Walkemühlenweg im Süden der Stadt für einen möglichen Krankenhaus-Neubau.

Der Verwaltungsausschuss des Einbecker Rates hat die Verwaltung einstimmig beauftragt, gemeinsam mit dem Bürgerspital diesen Standort detaillierter zu überprüfen und dem Stadtentwicklungsausschuss eine Machbarkeitsstudie vorzulegen.

Ende März hatten Klinik und Stadt Pläne vorgestellt, die ambulante und stationäre medizinische Versorgung in Einbeck in einem neuen Gesundheitszentrum zu verknüpfen (HNA berichtete). Derzeit muss das Bürgerspital nach eigenen Angaben jährlich 700 000 Euro an Baureparaturen investieren.

Die Geschäftsführer des Einbecker Bürgerspitals, Dr. Olaf Städtler und Hauke Heißmeyer, freuen sich über die Entscheidung: „Auf Basis der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie können wir die Gespräche mit dem Land Niedersachsen fortführen. Die Festlegung auf einen attraktiven Standort in Einbeck ist förderlich für unser Vorhaben.“

Das Einbecker Bürgerspital hatte 2015 einen Fördermittelantrag für einen Neubau beim Land Niedersachsen gestellt, das die Finanzierung von baulichen Maßnahmen von Krankenhäusern übernimmt. Die Entscheidung liegt beim zuständigen Planungsausschuss, der mehrfach im Jahr tagt, das nächste Mal am 23. August.

Fünf Standorte untersucht

In den vergangenen Monaten hat eine Arbeitsgruppe aus Stadtverwaltung, Bürgerspital und dem im Bereich Krankenhausplanung renommierten Architekturbüro Sander-Hofrichter fünf Standorte untersucht: die Andershäuser Straße (derzeitiger Klinik-Standort), Kohnser Weg (westlich des Hauses der Jugend), Köppenweg (Parkplatz am Neuen Rathaus), die Kolberger Straße und den südlichen Bereich des Walkemühlenwegs (ehemaliges Pelz-Schmidt-Gelände).

Der Standort Walkemühlenweg weise dabei besonders durch seine Nähe zu Pflegeeinrichtungen und wegen seiner Erweiterungsmöglichkeiten die besten Standorteigenschaften auf. Die Politik hatte als Ziel der Standortsuche ausgegeben, der mögliche Neubau solle „an einem städtebaulich integrierten und möglichst optimal mit den medizinischen Strukturen und der sozialen Infrastruktur vernetzten Standort in der Kernstadt von Einbeck“ realisiert werden. (zfb)

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