Staatsanwaltschaft hat entschieden

Fall Höxter: Keine Ermittlung gegen die Uslarer Polizei

Tatort: Das Grundstück in Höxter-Bosseborn. Foto: dpa

Höxter/Uslar. Im Fall Höxter sind der Polizei keine Versäumnisse vorzuwerfen, was drei Einsätze aus dem Zeitraum angeht, als die beiden Opfer noch gelebt haben.

Das hat die zuständige Staatsanwaltschaft Paderborn mitgeteilt. Dabei ging es auch um den Vorwurf gegen die Uslarer Polizei, beteiligt gewesen zu sein, aber nichts unternommen und so den Fall nicht verhindert zu haben. Das mutmaßliche Täterpaar Angelika W. und Wilfried W. wollten sich demnach in Uslar bescheinigen lassen, dass einer Frau aus Berlin während ihres Aufenthalts bei dem Paar nichts angetan worden sei. Dazu habe Angelika W. in ihrer jüngsten Vernehmung angegeben, die Polizeiwache in Uslar alleine betreten zu haben. Sie habe ein Schriftstück vorgelegt und um „Bestätigung“ gebeten. Ohne dass die Beamten das Schreiben inhaltlich zur Kenntnis genommen hätten, sei die „Bestätigung“ grundsätzlich abgelehnt worden. Daraufhin habe sie die Wache verlassen.

Bei den zwei anderen Einsätzen in Höxter und Bad Salzuflen-Schötmar spielte das spätere Opfer Anika W. eine Rolle: Die mutmaßliche Täterin Angelika W. habe jetzt in ihrer Vernehmung ausgesagt, dass es damals vor einem Einkaufsmarkt in Höxter zu einem Streit zwischen ihr und Anika W. gekommen sei.

Im Gespräch mit der hinzugerufenen Polizei, an dem auch Anika beteiligt war, sei alles als familiärer Streit dargestellt und die Situation geschlichtet worden. Es hätten keine Hinweise auf weitere Straftaten vorgelegen.

Auch beim dritten Vorfall auf einem Tankstellengelände in Bad Salzuflen erinnere sich Angelika W., dass die Polizei mit Anika W. gesprochen habe. Auch hier habe sie laut Angelika W. keinen Hinweis an die Beamten gegeben, dass sie Hilfe benötige.

„In allen drei Fällen hatten sich für die Polizeibeamten keine Hinweise auf das Vorliegen einer Straftat ergeben“, so die Staatsanwaltschaft. Es liege nach derzeitigem Ermittlungsstand weiterhin kein Anfangsverdacht einer Straftat gegen alle die Polizeibeamten vor.

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